Cannabidiol, THC und Hanföl – Produkte einer Pflanze mit unterschiedlichen Eigenschaften und Wirkungen

Cannabidiol, THC und Hanföl

Hört man das Worte Cannabis oder Hanf denken wohl die meisten unweigerlich an die berauschende Substanz THC, wegen der die Pflanze seit Jahrzehnten zum Betäubungsmittel deklariert wurde. Doch wir als Arbeitsgemeinschaft sehen sehr viel mehr in dieser Kulturpflanze. Die heilende Wirkung und die wertvollen Inhaltsstoffe können so vielfältig eingesetzt werden, dass es fast schon einer Beleidigung gleich kommt, immer nur das Rauschmittel darin zu sehen.

Beim Thema Cannabis fällt uns noch sehr viel mehr ein. Dabei ganz vorn dabei: Cannabidiol und Hanföl. Bereits hier wird mancher sich Fragen, worin der Unterschied besteht. Ist Hanföl und Cannabidiol-Öl nicht das Gleiche? Wir wollen für Aufklärung sorgen und daher in diesem Artikel die Unterschiede von Cannabidiol, THC und Hanföl beleuchten.

THC – die psychoaktive Substanz im Hanf

Tetrahyxdrocannabinol – kurz THC – ist der wohl bekannteste Inhaltsstoff der Hanfpflanze. Es hat sich einen Namen gemacht als Rauschmittel, dass sich vor allem durch seine sedative – sprich beruhigende und entspannende – Wirkung auszeichnet. Des weiteren sorgt THC für euphorische Gefühlszustände, regt zum Wachträumen an und verschärft die Wahrnehmung von Geräuschen, Geschmack und Farben. Des weiteren stellt sich das Gefühl von Zeitverschiebung ein. Manches wird ent- anderes beschleunigt wahrgenommen.
Da all diese Stimulationen am Hirn selbst erfolgen, wird THC als psychoaktiv bezeichnet.

Warum berauscht THC überhaupt? Ein Exkurs ins Thema Endocannabinoid-System

THC dockt, wie auch Cannabidiol, an Rezeptoren des Endocannabinoid-Systems – kurz ECS – an. Dieses System ist mittlerweile gut erforscht und man weiß heute, dass es zwei Rezeptoren besitzt – ein dritter Rezeptor ist bis dato noch spekulativ im Munde und im Interesse der Forschung. Die Bezeichnung der Rezeptoren sind CB1 und CB2.
Rezeptor CB1 findest sich vorwiegend an Nervenzellen, besonders im Kleinhirn, den Basalganglien und des Hippocampus. Zudem finden sich zahlreiche Rezeptoren dieser Sorte im peripheren Nervensystem.
Rezeptor CB2 hingegen ist vorwiegend an Zellen des Immunsystems zu finden, unter anderem an Zellen, die am Knochenauf- und Abbau beteiligt sind.
Spekulativ wird zudem angenommen das sich ein dritter Rezeptor im Körper befindet. Des weiteren wird angenommen, dass spezielle Rezeptoren an G-Proteinen, benannt als GPR18, GPR119 und GPR55 als Andockstellen des ECS fungieren.

Nimmt man nun THC ein, dockt dieses vor allem an Rezeptoren des Typ 1 an. Dadurch erklärt sich einfach die daraus resultierende Psychoaktivität. Denn an den Nervenzellen des Hirns wirkend, findet eine entsprechende Stimulation statt, die die bereits bekannten Effekte mit sich bringt.

Cannabidiol – Stimulanz ohne Rausch

Nimmt man nun Cannabidiol ein, kann man von vorn herein davon ausgehen, dass kein Rauschzustand eintritt. Denn der Wirkstoff ist nicht psychoaktiv. Dies erklärt sich daraus, dass er besonders an Rezeptor CB2 andockt und somit vor allem Stimulationen des Immunsystems bewirkt. Zudem wirkt es THC entgegengesetzt.

Wer also Cannabidiol konsumiert, erfährt keinerlei psychoaktive Wirkung. Stattdessen werden andere Nerven angesprochen, es kommt zur Harmonisierung und Regenerierung des Körpers und zu einer Muskelrelaxion, die den entspannten Zustand bewirkt.

Hanföl und Cannabidiol-Öl – Ein falsches Synonym

Spricht man von Hanföl, wird dieses heute sehr gern mit Cannabidiol-Öl gleichgesetzt. Dies ist aber schlichtweg falsch. Denn Hanföl ist einfach nur das als der Saat des Hanfs gewonnene Öl. Cannabidiol-Öle hingegen sind zumeist Trägeröle anderer Herkunft (z.B. Olivenöl) denen entsprechende Mengen Cannabidiol beigemischt wurde.

Dennoch sind dem Speiseöl – und genau das ist Hanföl – einige Anwendungsmöglichkeiten zuzuschreiben, die jenseits der Verfeinerung von Speisen liegen.

So ist die Fettsäure-Zusammenstellung des Pflanzenöls ideal zur Hautpflege geeignet. Dort aufgetragen wirkt es reinigend, entgiftend und wirkt dabei aufgrund seiner Ähnlichkeit zu körpereigenen Lipiden bis in die unteren Hautschichten. Gamma-Linolen-Säure (GLA), welche in Hanföl vorkommt wird zudem seit Jahren zur Behandlung von Neurodermitis und Schuppenflechte eingesetzt.
Doch die Fettsäure kann nicht nur ein Plus für die Haut bilden. Auch bei gestörtem Hormonhaushalt – beispielsweise mit Eintreten der Wechseljahre – kann es sich positiv auswirken und Symptome und Begleiterscheinungen mildern.
Bei Bluthochdruck kann es als gesundes Speisefett genutzt werden, dass mit reichlich HDL-Cholesterin dafür sorgt, dass die Gefäßwände vor Ablagerungen geschützt werden und ihre Geschmeidigkeit behalten.

Und auch normales Hanföl kann Entzündungen hemmen und Schmerzen lindern. Dabei spielen andere Cannabioide eine entscheidende Rolle, die ebenfalls an den Rezeptor CB2 andocken.

THC, Cannabidiol und Hanföl – Die Wirkungen im Überblick

THC

  • dockt an Rezeptor CB1 an
  • stimuliert vor allem die Nerven des Kleinhirns und andere Hirnareale
  • führt zu Steigerung der Wahrnehmung
  • wirkt sedativ
  • löst einen Rauschzustand aus = psychoaktiv
  • ist illegal

Cannabidiol

  • dockt an Rezeptor CB2 an
  • stimuliert Nerven des Immunsystems
  • Harmonisiert Körperfunktionen oder regt diese an
  • entspannt die Muskulatur
  • wirkt nicht psychoaktiv
  • legal als Nahrungsergänzungsmittel zugelassen und erhältlich

Hanföl

  • wirkt durch seine Fettsäure-Zusammensetzung und diverse andere Inhaltsstoffe des Hanf
  • ist THC und Cannabidiol-frei
  • wirkt besonders auf Haut, Schleimhäute und Blutfettwerte
  • wirkt nicht psychoaktiv
  • legal als reines Speiseöl zugelassen

Ein besonderes Öl – Vollspektrumöl

Besieht man sich der Wirkungen von Cannbidiol-Öl und Hanföl kann man zu der Frage kommen, ob sich diese Komponenten nicht sinnvoll verbinden lassen. Man kann. Dabei heraus kommt sogenanntes Vollspektrumöl.
Hier bildet hochwertiges Hanföl die Basis. Kaltgepresst und somit mit allen Inhaltsstoffen versehen wird dieses mit Cannabidiol angereichert und sorgt so für ein noch deutlicheres Plus für die Gesundheit.
Auf diese Art hat man den vollen Nutzen der Hanfpflanze vereint und kann ganz legal und ohne berauschende Wirkung für Entspannung, ein starkes Immunsystem und Abhilfe bei diversen Leiden sorgen. Vollspektrumöl enthält Chlorphyll, Phenole und andere Stoffe, die freien Radikalen entgegenwirken und somit den aktiven Schutz der Zellen begünstigen.

Medizinischer Nutzen von THC und Cannabidiol

Auch wenn THC unter die Betäubungsmittel zählt, kann es in der Medizin für therapeutische Zwecke zugelassen werden. Hierbei wird momentan ein besonderes Augenmerk auf die Kombination von THC und Cannabidiol gelegt. Besonders in der Krebsforschung zeigen sich hier bereits Ergebnisse, die für sich sprechen.

So kann THC das Wachstum von Tumoren aktiv entgegenwirken. Zudem wirkt es zusammen mit Cannabidiol Entzündungsfaktoren entgegen und ist in der Schmerztherapie, vor allem bei chronischen Schmerzen, seit Jahren als effektives Mittel bekannt und im Einsatz.
Ob gegen Schmerzen die Gabe von THC zu Cannabidiol zwingend notwendig ist, um ein entsprechendes Ergebnis zu erzielen, steht immer noch im Fokus der Forschung.

Denn bei diversen Schmerzarten wie Migräne, Muskelschmerzen, Arthrose und anderen entzündlichen Erkrankungen, wurde auch bei einer reinen Gabe von Cannabidiol eine deutliche Verbesserung der Symptomatik erzielt.

Kontraindikation bei psychischen Leiden

Geht es um psychische Erkrankungen ist sich klar gegen den Einsatz von THC und Cannabidiol auszusprechen. Als psychoaktive Substanz wirkt THC deutlich auf die Hirnchemie und kann hier mehr Schäden anrichten, als Nutzen bringen. Vor allem bei Angststörungen, Depressionen und Schizophrenie kann der Rausch zu ungeahnten Nebenwirkungen führen, die die gesamte Symptomatik verschlimmern.
Der Einsatz von Cannabidiol hingegen ist unbedenklich kann das Wohlbefinden und die Genese steigern. Durch seine beruhigende Wirkung kann es Panik, Stress und andere psychisch bedingte Symptome reduzieren und so für deutliches Wohlbefinden des Patienten sorgen.

Drei Produkte, eine Pflanze

Man sieht deutlich, dass Hanf tatsächlich mehr kann. Ob Hanföl, Cannabidiol oder THC – alles kann im medizinischen Einsatz zur Gesundheit beitragen, das Wohlbefinden steigern und Leiden lindern. Wir als CBD Arbeitsgemeinschaft sprechen uns dabei natürlich vorrangig für Cannabidiol aus, da es die meisten Wirkspektren bietet und dabei legal und ohne Risiken zu erhalten und konsumieren ist.
Es wirkt beruhigend, schmerzlindernd, entzündungshemmend, kann bei Schlaf- und Verdauungsproblemen zuverlässig helfen, mildert diverse Krankheitssymptome und sorgt auch bei Gesunden für eine Harmonisierung der Körperfunktionen und ein damit einher gehendes Wohlbefinden.