Cannabidiol im Eigengebrauch

Cannabidiol im Eigengebrauch

Nutzer von Cannabidiol, vor allem jene, die Aufgrund entsprechender Leiden hohe Mengen davon konsumieren, stehen früher oder später vor dem Problem der Kosten. Denn die Öle, Liquids und Kapseln haben ihren, nicht zu vernachlässigenden Preis. So fragt man sich schnell: Darf ich selbst anbauen?

Diese Frage ist abhängig vom Land. Im Allgemeinen spricht nichts dagegen, die Hanfpflanze selbst anzubauen und entsprechend zu verarbeiten. Denn die dafür genutzten Sorten sind legal, da ihr Anteil an THC vernachlässigt werden kann. Dennoch gibt es besonders in Österreich Regelungen, die von Kanton zu Kanton abweichen.

Dennoch gelten für Österreich, Schweiz und Deutschland folgende Rechtslagen:

Österreich und Schweiz verbieten keinen Anbau von Hanf. Wer will, kann die Pflanzen also sogar auf seiner Terrasse züchten. Probleme gibt es hier erst, wenn es an die Blütezeit geht. Dann sollte etwas Diskretion eingehalten werden. Denn auch die THC-freien Sorten sind hier ein Grund für Ärger, der besser vermieden wird.
Legal blühen lassen, kannst Du hier Pflanzensorten, die einen Wert von 0,3% THC in Österreich und 1% THC in der Schweiz nicht überschreiten.

In Deutschland ist die Gesetzeslage strenger. Hier besteht ein generelles Verbot von Hanfpflanzen im Privatbesitz. Hierbei ist eine gewisse Heuchelei des Gesetzes nicht von der Hand zu weisen. Denn der Erwerb von Samen und Equipment, dass für die Zucht benötigt wird, ist legal und wird sogar mit entsprechender Umsatzsteuer verbucht.

Hanf selbst züchten – Die Bedingungen

Möchtest Du deine Pflanzen in den eigenen vier Wänden züchten, ist es vorab nötig zu wissen, welche Voraussetzungen gegeben sein müssen, damit aus dem Samen auch etwas wird. Dabei weisen wir als Arbeitsgemeinschaft darauf hin, dass du vorab die Gesetzlagen deines Landes in Erfahrung bringen solltest. Denn die Grenze von legal und illegal legt jedes Land anders fest und kann daher hier nicht pauschal benannt werden.

Vorteil: Die Hanfsorten für den Gewinn von Cannabidiol sind resistente Sorten, die keine großen Ansprüche stellen.

Die wichtigsten Punkte im Überblick:

  • Temperaturen zwischen 15 und 24 Grad sind ideal
  • Frische Luft – ein Fenster auf Kipp und Stoßlüften im Winter reicht dabei vollkommen aus
  • im Sommer auf Anbau verzichten – Zu heiß, zu trocken
  • Indoor einen etwas abseits gelegenen Raum nutzen – schützt vor neugierigen Blicken
  • Diskretion – Selbst wenn alles völlig legal ist

Was wird benötigt? – Die Utensilien

1) Grow-Box

Damit die Pflanzen vor allem in den ersten Wochen einen sicheren und optimalen Ort haben, sollte zuerst eine Unterkunft dafür her. Gängige und empfohlene Größe ist hierbei eine Box mit 60 x 60 cm. Denn die Pflanzen lieben einfach Platz. Zudem kann so die Beleuchtung mit Standard Leuchtstoffröhren realisiert werden – das reduziert die Kosten für Anschaffung und Strom erheblich.

Bei der Höhe kannst Du selbst entscheiden, ob 120 cm oder 180 cm. Hier ist wohl entscheidend, wie viel Platz bis zur Decke sich Dir jeweils zur Verfügung stellt.

2) Beleuchtung

Hier kann sowohl eine Leuchtstoffröhre als auch eine LED-Glühbirne eingesetzt werden.

3) geeignete Erde

Hanf ist nicht anspruchsvoll und somit brauchst Du keine spezielle Erde anschaffen. Eine gute Blumenerde reicht völlig aus.

4) Töpfe

Für die Aussaat und Vorzucht solltest Du auf kleine Töpfe und Untersetzer nicht verzichten. Am besten aus Plastik – denn so erleichterst Du Dir das spätere Umsetzen. Da diese im Baumarkt sehr günstig sind, können hier gern ein paar mehr angeschafft werden.

5) Aufzuchtbox

Die ersten Tage wird eine kleine, wasserdichte Box oder Schachtel benötigt. Dazu ein transparenter Deckel – hier geht auch durchsichtige Folie.

6) Weitere Kleinigkeiten

  • Wasserzerstäuber
  • kleine Gießkanne
  • Zeitschaltuhr
  • Verteiler
  • Verlängerungskabel
  • Gewebeband

Eine genaue Einkaufsliste mit allem, was für die Zucht gebraucht wird, findest Du zudem hier.

Der Samen – Welche Saaten sind geeignet

Die Hauptarten, die zur Zucht für die Cannaidiol-Gewinnung eingesetzt werden, sind Sativa, Indica und Ruderalis. Kauft man Samen oder Jungpflanzen – was online kein Problem ist – sollten diese am besten als „klassisch und feminisierte Samen/Sorte“ deklariert sein. Denn hierbei ist es nicht nötig, die Setzlinge zu prüfen. Schließlich tragen nur weibliche Pflanzen Blüten. Mit feminisiert ist man daher auf der sicheren Seite.

Möchtest Du mehr zum Thema Zucht und Pflege der Hanfpflanzen erfahren, kannst du gern zur Einkaufsliste im oberen Link zurück kehren. Die Hauptpage bietet hier viele weitere Informationen und Tipps rund um dieses Thema.

Extraktion von Cannabidiol zu Hause

Selbst Cannabidiol zu extrahieren ist auch im heimischen Bereich möglich. Durch Kauf entsprechender Blüten oder Anbau eigener Pflanzen, kann mittels Extraktion unter Verwendung von Alkohol auch daheim Cannabidiol aus den Pflanzen gezogen und verwendet werden.

Hochprozentiger Alkohol eignet sich hierbei am besten. Dann die Blüten und/oder Pflanzenspitzen mehrere Tage darin einweichen. Abschließend erhitzen und den Alkohol so verdampfen lassen. Die daraus entstehende Paste kann dann vielseitig verwendet werden.

Da die Extraktion allerdings mit langer Zeit verbunden ist, wird sie daheim seltener umgesetzt. Sinnvoller – und wohl öfter praktiziert – ist das trocknen der Pflanzenteile samt Blüten und das Rauchen dieser, ob in Bong oder Zigarettenpapier eingedreht.