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Bundesarbeitsgemeinschaft "Den Kindern von Tschernobyl" c/o 1. Vors.: Burkhard Homeyer
Karl-Immermann-Str.28 48165 Münster
Telefon: 02501-70927
Fax: 02501-27417
E-Mail:
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1. Auf das vergangene Jahr können wir einigermaßen zufrieden
zurückblicken, wenn wir auf die Kindererholungsreisen 2009 sehen. Alle
Kinderreisen haben stattfinden können, alle Kinder durften ins Ausland.
Das präsidiale Dekret 555, das die Kinderreisen ins Ausland infrage
stellte, konnte außer Kraft gesetzt werden. So sehen wir guten Mutes
auch auf die kommende Saison 2010, die jetzt überall vorbereitet wird.
Hervorzuheben ist die gute Kooperation zwischen dem Auswärtigen Amt und
uns als NGO, uns auf eine vertragsähnliche Vereinbarung zwischen Belarus
und Deutschland zu verständigen, um weiterhin die Kinderreisen möglich
zu machen. Immerhin wurde ich dann vom Auswärtigen Amt als einzigem
Vertreter aus dem Tschernobylspektrum zur Verabschiedung vom
belarussischen Botschafter Svkozov in Berlin eingeladen und konnte dort
die „Kinder von Tschernobyl“ vertreten.
2. Um so mehr machten uns im Herbst die Nachricht betroffen, dass die
EU es abgelehnt hatte, die Stiftung und die Kinder von Tschernobyl zum
1.Treffen eines Civil Society Forums einzuladen. In mehreren Schreiben
an die zuständige EU-Kommission haben wir unser Unverständnis und unsere
Bitte um Überprüfung dieser Entscheidung wissen lassen und die
Tschernobylinitiativen gebeten ihrerseits tätig zu werden. Das ist
geschehen, in Brüssel sind etliche Schreiben eingegangen, u.a. auch aus
der Schweiz als nicht EU-Land. Es haben sich Bundestags- und
EU-Parlamentsabgeordnete eingesetzt. Vergeblich, selbst der
Bundesregierung, die auf eine kleine Anfrage der Grünen hin in Brüssel
vorstellig wurde, wurde keine konkrete Auskunft erteilt. Die
EU-Abgeordneten, die sich untereinander verständigt hatten, kamen zu dem
Schluss, dass im Augenblick kein Weiterkommen zu erreichen sei, sie
aber weiterhin darauf sehen wollen, was da vor sich geht und wie die
„Kinder von Tschernobyl“ zukünftig angemessen vertreten sind. Wer im
Internet die veröffentlichte Teilnehmerliste des 1. Treffens aufruft,
sieht, daß nicht nur die Stiftung nicht, sondern keine
Tschernobylorganisation im Civil-Society-Forum vertreten ist, dafür aber
merkwürdigerweise eine Reihe kommerzieller und
Verwaltungsorganisationen unter NGO’s geführt werden, von denen man
nicht weiß, wer sich dahinter verbirgt.
3. Das erinnert sehr stark an die Einführung des CORE-Programms in
Belarus 2003/2004. Angeblich sollte dies Programm auf Anregung einer
französischen NGO initiiert worden sein. Wir konnten damals nachweisen,
dass sich dahinter ein Studienzentrum der französischen Atomindustrie
verbarg. So müssten wir noch einmal auch über das CORE-Programm uns
seiner Hintergründe nachdenken, ob es nicht doch, wie schon 2004
befürchtet, das Ende der „Kinder von Tschernobyl“ einschließt. Vieles in
den letzten Jahren würde so verständlich, auch die Entscheidung der EU?
Nicht einzuschätzen weiß ich die Mitgliedschaft des IBB als
NGO-Mitglied im CORE-Programm.
4. In meinen Beiträgen zu 20 Jahre Stiftung und 15 Jahre BAG habe ich
versucht, die Hintergrundlinien herauszuarbeiten. Leider haben wir
diese beiden „Jubiläen“ nicht begehen können wie im letzten Jahr schon
mal angedacht. So kann ich darüber auch nicht berichten und nur meine
Beiträge als ein Stück Würdigung einer einzigartigen Geschichte
anbieten. Über ihre Implikationen und Einschätzungen hat es schon in
Erfurt einige Auseinandersetzungen gegeben, Ludwig von Behren sah in den
Berichten einen Angriff auf das IBB und ließ mich das später auch
schriftlich wissen.
5. Erfreut können wir auch auf das Jugendprojekt Futura 2009
zurückblicken, an dem die Initiativen in Betzdorf, Leonberg und Betzdorf
beteiligt waren. Darüber können andere besser berichten und wurde
bereits ausführlich beim Jahrestreffen der BAG in Erfurt berichtet. Über
Einzelheiten können andere besser Auskunft geben. „futura“ soll auch in
diesem Jahr stattfinden. Leider haben sich bisher keine neue
Initiativen angeschlossen. Der Sprung von den Kinderreisen zur
Jugendarbeit scheint schwer zu sein. Vielleicht genügte es, statt eines
eigenen Programms einige belarussische junge Leute in bestehende
Jugendprogramme einzubeziehen. Das überlegen wir z. Zt. in Münster mit
der Arbeitsstelle Weltbilder. Eine Jugendkonferenz fand im Oktober
wieder in Minsk statt. Sehr unsicher war bis zuletzt die Finanzierung.
6. Man kann sich überhaupt nur wundern, dass und wie in Minsk die
Arbeit weiterläuft. Das gilt für die Arbeit mit den „Gefängnismädchen“,
die „Diabetesschule“ u.a.m. trotz massiver Beschränkungen. So musste
Haus Malinowka geräumt werden, weil in dem Gebiet ein neues Wohnviertel
gebaut werden soll. Das wahr wohl ein sehr schmerzlicher Abschied, zumal
kein Ersatzlagerraum zu finden war.
7. Ernste Sorgen müssen wir uns um unsere Freunde machen. Die
Situation, in der sich Irina und Gennadij befinden, ist bekannt. Von
ihnen hängt ganz wesentlich die Weiterarbeit ab. Gennadij hatte bereits
2008 in Kassel die Umgestaltung der Stiftung angekündigt. Bisher hat
sich noch nichts Konkretes realisieren lassen. Können wir etwas anderes
tun als warten?
8. In Erfurt hatte ich schon auf die angespannte finanzielle
Situation hingewiesen. Damit stellen sich noch verstärkt die
Organisationsfragen für die BAG. Ist es jetzt Zeit, das umzusetzen, was
wir im letzten Jahr andiskutierten (Protokoll)?.
9. Der 25 Tschernobyltag im nächsten Jahr hat schon seine Schatten
voraus geworfen. So erreichte mich Ende November 09 die Anfrage des IBB,
ob wir als BAG mit einladen zu einer Vorbereitungskonferenz im April
2010 in Dortmund. Ich nannte gleich 3 Eckpunkte, die für uns wichtig
sind: 1. Es gilt die Vielfalt und den Reichtum der
Tschernobylinitiativen zu achten, 2. Nicht nur der Opfer sind zu
gedenken, sondern auch die Hintergründe zu benennen. 3. Von vornherein
ist ein Einvernehmen mit der Stiftung sicherzustellen. Leider ist es zu
keiner Verständigung mit dem IBB gekommen. Die Stiftung wurde nicht
kontaktiert wie gebeten und bewusst ausgeschlossen, so dass wir wie
sonst auch keine Möglichkeit sahen, nur als BAG anzutreten. So ist die
Einladung des IBB ohne BAG ergangen. Bis heute haben wir auch keine
Einladung zum Vorbereitungstreffen selbst erhalten.
10. Mit der Stiftung zusammen habe ich dann das Projektvorhaben von
BAG und Stiftung zum 25.Jahrestag konkretisiert, mit Friedensfahrt durch
Europa und Kerzenaktion überall mit dem Zielpunkt einer Mahnwache in
Genf für eine freie WHO. Schon in Erfurt konnten wir uns Gedanken machen
über eine Beteiligung von unserer Seite. - wir hatten das Glück, dass
eine Schweizer Teilnehmerin aus Genf uns von der ständigen Mahnwache
dort berichtete. Zuvor hatte schon Dörthe Siedentopf Kontakt zu den
Organisatoren/innen in Genf aufgenommen. Jetzt muss es an die konkrete
Vorbereitung gehen.
11. Damit sind wir schon beim Vorblick. Alles hängt davon ab, ob und
wie die Stiftung weiterarbeiten kann, jedenfalls für die BAG. Sie ist
von ihrem Selbstverständnis und ihrer Satzung her an die Stiftung
gebunden, auch wenn es heißt, dass sie offen ist für alle demokratischen
Organisationen. Aber gibt es sonst in Belarus solche Partner? Die
einzelnen Initiativen können sicher auch ohne BAG weiterarbeiten,
jedenfalls die, die inzwischen ihre festen Partner haben. Aber auch da
ist Achtsamkeit geboten. Wird es noch um Tschernobyl gehen? Wird es
zukünftig nicht mehr um Tschernobyl gehen, sondern – wie von Anfang an
vom Nuklearkomplex suggeriert - um das Thema Armut, staatliche
verwaltete Armut, und entsprechender „humanitärer Hilfe“? (Da sind wir
wieder beim CORE - Programm).
Burghard Homeyer
Bankkonto: Bank für Kirche und Diakonie BLZ: 350 601 90, Konto-Nr.: 2110057019 Stichwort / Verwendungszweck angeben
Bei Angabe der vollen Adresse senden wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zu.
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Die
Gesellschaftsvereinigung „Den Kindern von Tschernobyl“ wurde 1989 als
nichtstaatliche gesellschaftliche Organisation gegründet. Zurzeit die
Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ ist Mitglied des „Internationalen
Peace Büros“, gesellschaftliche Expertin der UNO und der OSZE zu den
Problemen von Tschernobyl und ökologischen Zuwanderer.
ERHOLUNGSPROGRAMM UND HUMANITÄRE HILFE1. Kindererholungsaufenthalte Im Jahr 2011 haben sich 50 Kinder in Holland, 792 Kinder in Deutschland und 68 Kinder in der Schweiz erholt.
2. LebensmittelpaketeaktionZiel des Projektes ist Hilfeleistung den Familien aus den Tschernobylregionen sowie den bedürftigen Familien.
Dank
der finanziellen Hilfe unserer langjährigen Partnerinitiative „Den
Kindern von Tschernobyl“ e.V., Lüneburg (Leiterin Frau Ursel
Steuernagel) haben die Familien aus Gomel, Hojniki und Braginer Bezirk
die Lebensmittelpakete zu den Weihnachten bekommen.
Caritasverband
Rhein-Wied-Sieg e.V., Betzdorf (Leiter Herr Rudolf Düber) hat die
Lebensmittelpakete für kinderreiche und bedürftige Familien sowie für
alleinstehende betagte Leute aus Bychower Bezirk gespendet.
Diese
beiden Initiativen haben auch die Lebensmittelpakete für die aus der
Strafanstalt entlassenen Mädchen und die alleinstehenden alten Frauen
aus dem Wochenendklub geschenkt.
3. Humanitäre Hilfe Im
Sommer bitten wir unsere ausländischen Partnerinitiativen, die ihre
Kindergruppen mit dem Bus der Stiftung transportieren, uns die
gebrauchte Bekleidung, Bettwäsche, Süßigkeiten, Hygieneartikel sowie
Büroartikel zu übergeben. Wir bedanken uns recht herzlich allen
Initiativen, die unserem Ruf Folge leisten. Die bekommenen Sachen haben
wir • an 40 Mitglieder des Wochenendklubs, • an 8 aus der Strafanstalt entlassenen Mädchen, • an die Assoziation der Familien-Kinderheime (20 Familien) weiter übergeben.
5. Diabeteskranke Kinder Projekt „Leben mit Diabetes“ Leiterin Ljudmila MaruschkewitschIm Berichtsjahr haben an den Projektsmaßnahmen mehr als 100 diabeteskranken Kinder teilgenommen. •
Die Schulungen für diese Kinder sind zweimal pro Jahr (während der
Schulferien im Herbst und im Frühling) im Sanatorium „Seliony Bor“ bei
Minsk durchgeführt worden. Im Laufe von diesem Jahr sind an den
Diabetesschulungen 40 Kinder ausgebildet worden. Die Kinder haben
während der Schulungen gelernt, sich erholt, gespielt, an Wettbewerben
teilgenommen, die Preise gewonnen, im Wald spazieren gegangen, das
Museum besucht, im Schwimmbad gebadet. Die Ausgaben für die Durchführung
einer Schulung wurden teilweise von der Initiative aus der Schweiz
„Tschernobylhilfe Hardwald“ Glattbrugg (Leiterin Frau Veronika
Reuschenbach) übernommen; • Auf der Einladung der Initiative
„Kinder von Tschernobyl“ in Kamenz / Deutschland (Leiterin Frau
Christina Zickler) hat sich eine Kindergruppe (insgesamt 20 Kinder)
erholt und gelernt.
Von Jahr zu Jahr steigert sich die Anzahl
der Kinder, die an Zuckerkrankheit krank werden. Die Ärzte und
Wissenschaftler bringen es nicht in Verbindung mit der Havarie an dem
Tschernobyl-Atomkraftwerk. Wir stellen trotzdem fest, dass die Anzahl
der Kinder mit dieser Krankheit in Gomeler und Mogiljower Gebieten ist
höher, als die Anzahl solcher Kinder in anderen Gebieten.
Projekt „Schulung für die Eltern“ Da
immer mehr Kleinkinder in Belarus an Diabetes erkranken, haben wir eine
neue Form der Schulung ausgearbeitet. Die Schulung für die Eltern der
erkrankten Kinder im Alter von 2 bis 7 Jahren. In diesem Alter können
die Kinder nicht alleine die nötigen Kenntnisse und Fähigkeiten zu ihrer
Krankheit beherrschen. Die Kinder verstehen auch nicht deutlich, was
diese Krankheit ist. Ihre Eltern sind im Gegenteil schockiert und leiden
an die stärkste psychologische Depression; sie betrachten den Diabetes
als das Todesurteil für ihre Kinder.
Deswegen ist es sehr
wichtig in dieser Situation, in erster Reihe die Eltern belehren. Unsere
Schulung bedeutet für die Eltern das Verständnis der
Krankheitsmechanismen. Das sind die Beratungen des Endokrinologen und
der Sozialpädagogin, die Unterhaltung mit den anderen Eltern, die gerade
in solche Lebenssituation geraten sind. Die Eltern bzw. ein Elternteil
verbringen mit ihren Kinder und dem Team des Projektes drei Tage im
Sanatorium „Seljonyj Bor“, wo sie im Laufe von 24 Stunden pro Tag die
nützlichen Informationen bekommen, die Kontrollarbeiten und Testen
durchmachen. Außerdem sind aktive Erholung, Bewegungsbad, Wettbewerbe
mit Preisen für die Kinder, gemeinsame Spiele in der Schulung
vorgesehen.
Im Frühling 2011 haben wir drei Schulungen für die
insgesamt 18 Familien durchgeführt. Die Dankäußerungen und die Nachfrage
sind enorm.
SOZIALE PROJEKTE1. Projekt „Wochenendklub für alleinstehende betagte Menschen „Brücke zwischen den Generationen“•
Im Jahr 2011 wurde das Projekt der Stiftung in Zusammenarbeit mit dem
Jugendzentrum "Zukunftswerkstatt" dank der Unterstützung durch Spenden
aus Deutschland und aus der Schweiz von unserer langjährigen
Partnerinitiative „Tschernobylhilfe Hardwald“ Glattbrugg (Leiterin Frau
Veronika Reuschenbach) weitergeführt. Im Rahmen des Projektes
organisierten wir • 4 Treffen im Café „Wolgograd“, • 3 Theaterbesuche, • 2 Feste mit Geschenken für die Senioren. • Einen Ausflug nach Logojsk und Silitschi (Museumsbesuche und Besuche der alten Kirchen).
2. Projekt „Resozialisierung“ Im
Rahmen des Projektes wurden 6 Treffen durchgeführt. Diese Treffen
wurden als Informationsseminare für die Projektsteilnehmerinnen
veranstaltet. Die Stiftung leistet auch materielle Hilfe den jungen Frauen: • monatliche Unterstützung für Walerija M. aus Witebsk dank der Initiative „Rostocker Frauen“ (Rostock, Deutschland); •
Lebensmittelpaketen (Tee, Zucker, Nudeln, Öl, Fischkonserven, Mais,
grüne Erbsen, Keksen, Buchweizen, Reis, Schokolade, Zahnpasta, Shampoo
u. a.) – 2-3 Mal pro Jahr. • Theaterbesuche in Minsk (gesponsort durch die Schweizer Initiative „Tschernobylhilfe Hardwald“ Opfikon-Glattbrugg) 8
Frauen sind im Bestand unserer gegenwärtigen Zielgruppe, 7 von denen
haben schon eigene Kinder, insgesamt 12 Kinder in der Gruppe). Alle
haben auch die Kindersachen, Schuhe, Spielzeug von der Stiftung
bekommen.
3. Projekt „Wollen wir das Leben zusammen genießen“ für
die behinderten Jugendlichen. Dieses Projekt funktionierte nicht im
Laufe von letzten Jahren wegen des Mangels an Finanzen. Aber im Jahre
2010 konnten wir es wiederaufnehmen dank der Unterstützung und dem
Engagement der „Bürgerinitiative für eine Welt ohne atomare Bedrohung“
(Rottweil, Leiterin Frau Angela Gessler). Die TeilnehmerInnen dieses
Projektes sind die Jugendlichen im Alter von 16 bis 25 Jahren. Nach dem
Schulabschluss verlieren die jungen Behinderten sogar diese wenigen
Kontakte mit den Gleichaltrigen und überhaupt mit der Außenwelt. Sie
sind in ihren engen Wohnungen praktisch gesperrt.
Im Rahmen
unseres Projektes trefft sich unsere betreute Gruppe mit Müttern oder
Vätern zusammen mit unseren Freiwilligen – Studenten meist in den Cafés,
wo sie sich unterhalten können. Das einfachste Mittagessen im Café
selbst ist schon ein interessantes Erlebnis für den Menschen, der
überhaupt keine Kontakte mit der Welt hat. Außerdem spielen sie und
singen, beteiligen an Wettbewerben. Da die Mütter die ganze Zeit ihre
kranken Kinder betreuen müssen, können sie sich bei solchen Treffen auch
von ihren ständigen Problemen ablenken, oder auch über ihre Probleme
mit anderen Müttern reden. Das ist sehr wichtig für die Frauen, die
lebenslang an ihren Kindern festgebunden sind.
Zum
Weihnachtstreffen 2011 haben wir das Amateurtheater eingeladen. Die
jungen Artisten haben direkt im Café „Wolgograd“ das Stück über das
Leben der Jugendlichen, über die immer vorhandene Auswahl der Lebenswege
bei den Menschen vorgeführt. Wir hoffen auch im Weiteren die
Zusammenarbeit mit dem Amateurtheater fortzuführen. Alle eingeladenen Behinderten haben auch die Geschenke (die von Caritas Betzdorf gespendete Lebensmittelpakete) bekommen.
An jedem Treffen beteiligen sich 22 bis 25 Personen (Behinderte und deren Begleitpersonen) und 5-8 Freiwilligen der Stiftung.
JUGENDPROGRAMMProjekt „Jugendfestival „Blick in die Zukunft“Hauptziel des Festivals ist: • Aktivierung der Arbeit von Freiwilligen in regionalen Jugendzentren, • Erhöhung des Niveaus der Informierung über die Probleme der Gegenwärtigkeit, • Erfahrungsaustausch, • Knüpfung der Kontakten auf regionaler und internationaler Ebene, • Bildung der neuen Jugendgruppen, • Mitwirkung an der Entwicklung der Jugendbewegung in Belarus.
02.-05.12.2011 – Jugendforum „Die Jugend für sichere, rechtliche und humane Welt“Im
Forum nahmen 250 junge Leute aus 24 Regionen von Belarus und die Gäste
aus Norwegen teil. Bei der Arbeit in 4 Workshops haben die Teilnehmer
die wichtigen Fragen der Gesellschaftsentwicklung diskutiert und die
Ergebnisse ihrer Arbeit dem Urteil der Zuschauer vorgelegt. Außerdem
haben die Teilnehmer und die Gäste des Forums interessante Spiele,
Wettbewerben organisiert, getanzt und kommuniziert. Die Ergebnissee des
Forums haben gezeigt, dass solche Forumsart zulässt, eine große Anzahl
von Teilnehmern, darunter auch die Teilnehmer aus den Regionen zu
versammeln, Bedingungen für die ernsthafte und freie Besprechung der
gewählten Themen zu schaffen, die Jugendlichen zusammenzulegen, die aus
verschiedenen sozialen Gruppen stammen. Das Jugendforum wurde bei
der starken Unterstützung der Rafto-Stifung (Norwegien) und der
Initiative „Tschernobylhilfe Hardwald“ Glattbrugg (Schweiz)
durchgeführt.
Seminaren, TagungenDie
Jugendlichen der Stiftung haben an mehreren internationalen Seminaren
und Tagungen (als Mitveranstalter, Referenten, Workshopleiter o.ä.)
teilgenommen. Darunter auch: 30.06.-15.07.2011 – Projekt „25 Jahre
Tschernobyl: Menschen-Orte-Solidarität“ (Bürgerinitiative für eine Welt
ohne atomare Bedrohung e.V., Rottweil) 31.07.-17.08.2011 –
Seminar/Begegnung „Futura 2011 – Erfahrungen aus der Zeit des
Nationalsozialismus reflektieren – für eine Kultur des Miteinanders und
der Tolerany eintreten“ (Caritasverband Rhein-Wied-Sieg e.V., Betzdorf)
Friedensfahrt, 21.04.-01.05.2011Besuch
und Empfang der "Kinder von Tschernobyl" im Hauptquartier der Vereinten
Nationen in Genf am 25.Jahrestag von Tschernobyl ist Höhepunkt der
Friedensfahrt geworden, die unsere Stiftung zusammen mit der
Bundesarbeitsgemeinschaft "Den Kindern von Tschernobyl" in Deutschland
und mit den Partnerinitiativen in der Schweiz unternommen hatte. Es hat
die belarussische Delegation, die Leute aus den Tschernobylinitiativen
in Deutschland, der Schweiz und Österreich teilgenommen.
Ein
weiterer Höhepunkt in Genf war die Beteiligung der "Kinder von
Tschernobyl" an einer internationalen Genfer Mahnwache am 26.4.2011 für
eine freie WHO. Belarussen haben da traditionelle belarussische Musik
auf traditionellen Instrumenten, mit Phantasie und Engagement und mit
ihrer "Kerzenaktion überall" präsentiert. Auf dem Rückweg von Genf nach
Minsk haben die Teilnehmer der Friedensfahrt im niedersächsischen
Landtag von "Genf" berichtet.
Projekt „Garten der Hoffnung" Im „Garten der Hoffnung“ hat die Friedensfahrt nach Genf mit den Segenworten der orthodoxen Geistlichen gestartet.
„Garten
der Hoffnung“ wurde zum 10. Jahrestag der Havarie in Tschernobyl in
Minsk angebaut und ist ein blühendes Denkmal dieser grausamen
Katastrophe, durch die so viele Menschen ums Leben gekommen sind. Der
Garten, wo zahlreiche Äpfelbäume, Birnenbäume, Kirschbäume wachsen,
symbolisiert auch die Fruchtbarkeit.
Obwohl einige Frauen, die
den Garten gepflanzt haben, leider nicht mehr am Leben sind, doch lebt
und blüht unser Garten. Am 22. September 2009 versammelten sich die
älteren Frauen der Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ und des
Ökumenischen Forums und die Jugendlichen, um gemeinsam den Garten zu
besuchen, seinen 15-jährigen Geburtstag zu feiern und dieses lebendige
Denkmal auf der Erde nicht vergessen, sondern den weiteren Generationen
zur Betreuung zu überliefern.
Die älteren, erfahrenen Frauen
unserer Stiftung, die mit dem Garten von Anfang an sind, haben den
Jugendlichen viele Fotos gezeigt, Plakate, ein Album mit Lebenslauf des
Gartens und haben sehr viel über ihr „grünes“ Kind erzählt, das aber
schon ziemlich groß aussieht. Die Frauen aus 17 Ländern waren gekommen,
um den Garten zu pflanzen. Ganz in der Mitte wuchsen im Garten zwei
schöne Sakura als Symbol unserer Freundschaft und Solidarität mit
anderen Ländern.
Frauenberatungsstelle Malinowka
Spenden bitte auf das o.g. Konto der BAG: Stichwort / Verwendungszweck angeben
Bei Angabe der vollen Adresse senden wir Ihnen eine Spendenbescheinigung zu.
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