Visa BRD Drucken
Wichtige Hinweise
Mittwoch, den 16. April 2008 um 22:34 Uhr

Liebe Freundinnen und Freunde der Kinder von Tschernobyl,

die Visafrage beschäftigt uns immer wieder. Bestimmungen werden im Schengen-Rahmen vereinheitlicht, die Kosten auf 60,00€ angehoben. Gebührenfrei sollen weiterhin die Kindererholungsreisen und bestimmte Begegnungsprojekte sein. Wer kann, schaue sich bitte die Internet-Seit e der Dt.Botschaft in Minsk an. Im Anhang habe ich Ihnen/Euch die letzt erschienenen "Informationen zu Antragsvoraussetzung bei Reisen im Rahmen von Tschernobyl-Initiativen" beigefügt. Dort finden Sie auch die Internetadresse. Mitschicken möchte ich Ihnen auch die Auskunft der Visastelle an die Initiative in Betzdorf. Immerhin ist dort festgehalten, daß auch weiterhin die humanitären Organisationen für Sammellisten antragsberechtigt sind. Außerordentlich beschwerlich aber wird es sein, daß jeder Antragsteller persönlich in der Botschaft vorstellig werden muß. Befürchtungen werden laut, daß dies auch für die Kindererholungsreisen gelten könnte. Unvorstellbar - sie müßten in der Schule frei bekommen, es müßte ein Bus gechartert werden, die Kinder müßten in der Schlange warten (allein Hunderte von Kindern !), Verpflegung und evtl. Übernachtung besorgt werden usw.. Alexander Miinkewitsch sprach kürzlich vor dem Europaparlament von einem neuen "Eisernen Vorhang". Im Rahmen von Schengen wird jetzt auch über biometrische Kennzeichen(Iris, Fingerabdruck etc.) nachgedacht, und dem Vernehmen nach schon von der französischen Botschaft praktiziert.
Die letzte Ausgabe der "Belarus-Perspektiven" des IBB, Dortmund geht ausf ührlich auf die anstehende Visapraxis ein. Alle Belarus- und Tschernobylinitiativen sind gefragt. Das IBB schreibt: Unsere Kritik richtet sich gegen diese Prozeduren und nicht gegen Mitarbeiter der Visastelle oder der Botschaft. Wir brauchen deshalb den Dialog mit Verantwortlichen in den Ministerien in Berlin, nicht nur mit dem Asuwärtigen Amt zu reden, sondern auch mit dem Innen- und Justizministerium. Diese Gespräche können wir allein nicht führen, sondern nur, wenn Abgeordnete des Bundestags sich diese Sache zueigen machen."
Dem können wir nur zustimmen. Für gut hielte ich es, wenn so viele Gruppe wie möglich in Kontakt treten zu "ihren" Abgeordneten vor Ort, in der Regioen - die ja doch konkret die Arbeit der Kinder von Tschernobyl kennen) mit demm Ziel der Information und der Frage, ob ihnen die Vorgänge um die verschärfte Visapraxis bekannt sind, ob dies in ihrem Sinne und in ihrem Interesse ist, und was sie tun möchten und können, daß die Kinder und jungen Leute auch in Zukunft kommen können, daß uns nicht nur die belarussische Seite immer mehr Schwierigkeiten bereitet, sondern jetzt auch die deutsche.
Von Ihre n Bemühungen lassen Sie mich bitte wissen, daß ich evtl. Hinweise weitergeben kann.

Mit vielen Grüßen auch von den Mitarbeiter/innen der Stiftung
Ihr
Burkhard Homeyer

Weiterführende Informationen:

Informationen zu Antragsvoraussetzungen bei Reisen im Rahmen von Tschernobyl-Initiativen
Visabestimmungen Jugend Betzdorf
Merkblatt zu den Visumgebühren