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Rundbriefe & Jahresberichte
Samstag, den 01. Februar 2003 um 00:00 Uhr

Gastelternreise 2002

Nach mehr als 8-jähriger Tätigkeit in der Tschernobyl-Bewegung haben wir uns jetzt zum ersten Mal auf den Weg zu den Kindern in Weißrussland gemacht. Und das besondere daran, auch unsere eigenen Kinder nahmen an dieser Reise teil.
Voller Erwartung und Neugier starteten wir am 21.03.02 um 16:15 Uhr. Und wir sollten 8 unvergessliche und tolle Tage erleben. Zunächst war da die Bahnfahrt. Allein schon von der Zeit her eine neue Erfahrung. 27 Stunden im Zug, Grenzübertritte nach Polen und Belarus, Schlafen im Zug und natürlich das Umspuren der Waggons in Brest. Dies alleine war schon ein ganz besonderes Erlebnis. Doch wir lernten auch gleich die Schattenseiten des Lebens in Belarus kennen: Bettelnde Kinder und vor allem die älteren Menschen am Zug in Brest, die sich mit dem Verkauf von Esswaren und Getränken ihre Rente aufbessern, hinterließen bei uns Nachdenklichkeit und mancher verdrückte die ersten Tränen.
In Minsk und dem kleinen Dorf Otor im Gomel-Gebiet erlebten wir dann große Dankbarkeit und Gastfreundschaft. Zunächst überraschte uns die Internationale Assoziation für humanitäre Zusammenarbeit, die die Organisation für uns in Belarus übernommen hatte, mit Studenten am Zug, die uns halfen die Koffer zum Bus und ins Hotel zu bringen. Wie wir überhaupt sagen müssen, dass der gesamte Ablauf im Land sehr gut organisiert war und wir uns nie alleine gelassen fühlten. An dieser Stelle deshalb ein ganz besonderes Dankeschön den Mitarbeiterinnen der IAhZ, ganz besonders Natalja und Olga, und ihrer Präsidentin Dr. Irina Gruschewaja, sowie den beiden Dolmetschern Sascha und Xenja, die uns während der gesamten Zeit in Belarus begleiteten.
Es folgten 2 1/2 Tage bei den Gastfamilien im Dorf, in denen wir nicht nur die nähere Umgebung kennen lernten, sondern auch das Leben in den Familien. Die Freude beim Wiedersehen mit unseren Gastkindern war natürlich sehr groß. Ein Ausflug nach Gomel und Vetka, sowie der Besuch des Jugendzentrums, der Künstlerschule und einer Fabrik in Tschetschersk ließen nur wenig Zeit für Langeweile aufkommen. Und in der Schule in Otor wurde uns ein einstündiges Konzert geboten. Zudem war an zwei Abenden ein Bankett für uns vorbereitet, bei dem sich die Tische nur so durchbogen.

Die Zeit verging so schnell und wir mussten uns schon wieder auf die Rückreise nach Minsk machen. Dort waren wir die letzten beiden Nächte ebenfalls in Gastfamilien untergebracht. Am ersten Abend trafen wir uns mit den Gastgebern und Angehörigen der IAhZ in einem Restaurant, wo nach einem guten Essen auch miteinander getanzt und gesungen wurde. Die Stadtführung am nächsten Tag zeigte uns Sehenswürdigkeiten von Minsk wie den Platz der Freiheit, die Rote Kirche, die Siegessäule und noch einiges mehr. Viel Spaß hatten wir auch beim Stadtbummel am Nachmittag, bei dem uns wieder einige Studenten begleiteten. Sehr beeindruckt waren die Teilnehmer aber vor allem bei einem Besuch der Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl". Deren Vorsitzender, Prof. Dr. Gennadij Gruschewoj, begrüßte uns und stellte in einem kurzen Vortrag die Arbeit der Stiftung vor. Es war für alle eine fesselnde Darstellung, die einen nachhaltigen Eindruck hinterlies. Unter welchen Bedingungen und mit welchen Mitteln hier immer wieder neue Ideen geboren und ausgeführt werden, ist schon bewundernswert.

Am Gründonnerstag, früh morgens machten wir uns dann auf die Heimreise. Einige Tränen beim Abschied gab es natürlich auch, aber auch das Versprechen auf ein Wiedersehen. Karfreitag gegen 12:30 Uhr waren wir dann wieder wohlbehalten und mit vielen neuen Eindrücken zu Hause. Da es aber noch so viel zu erzählen gab, traf man sich noch am gleichen Tag wieder, um in gemütlicher Runde noch einmal von den Erlebnissen der vergangenen 8 Tage zu erzählen. Ganz besonders unsere Kinder waren noch voll von Eindrücken, aber auch nachdenklich ob der erlebten Unterschiede hier und dort.

Rainer Schwarz
 
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