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21.09.2010
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
Pfifferlinge aus Osteuropa sind manchmal strahlenbelastet.
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29.03.2009
Der Reaktor lebt und tötet weiter

London (dpa) Auch mehr als 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl dezimiert die radioaktive Strahlung die Zahl der Insekten in der Region. Das hat eine Zählung bei Hummeln, Schmetterlingen, Libellen und Grashüpfern gezeigt.


17.02.2009
Lost Paradise
Ein neuer Film von Stefan Heinzel (89 Millimeter)


07.02.2009
IPPNW Presseinfo 06.02.2009
Atomlobby baut seit 20 Jahren Potemkische Dörfer


24.12.2008
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Kleine Anfrage der Abgeordneten Marieluise Beck Bündnis 90/Die Grünen (Bremen)
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10.04.2008
NRW-Landesversicherungen für das Ehrenamt


16.01.2007
Infos Reisen und Hilfslieferungen
Transit Polen nach Belarus.

Rundbrief 2001 - "Die Welt nach Tschernobyl" PDF Drucken E-Mail
Rundbriefe & Jahresberichte
Donnerstag, den 19. April 2001 um 00:00 Uhr

Abschlusserklärung der Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Fünften Internationalen Kongresses "Die Welt nach Tschernobyl"

Minsk, 17. - 21 04. 2001 "Den Kindern eine Zukunft, eine Chance dem Frieden"
15 Jahre sind vergangen - die größte Industriekatastrophe in der Geschichte der Menschheit schein fast vergessen zu sein. Im Dezember des Jahres 2000 wurden die letzten Reaktoren in Tschernobyl abgeschaltet. Zurück bleiben ein maroder Sarkophag, der immer noch eine Zeitbombe darstellt, und Millionen von Quadratkilometern verstrahlter Erde in Belarus., Russland und der Ukraine. Was ist mit den Menschen, den Kindern, der Nahrung ?
Nach 15 Jahren zeichnet sich immer deutlicher das Bild einer Katastrophe ab, die das Fassungsvermögen des Menschen überschreitet.
Über 300 Konferenzteilnehmer - Vertreter der 2 Millionen Menschen aus den verstrahlten Gebieten von Belarus, Wissenschaftler, Geistliche, Ärzte, Parlamentarier, Vertreter der UNESCO, sowie Mitglieder von Tschernobylinitiativen aus Belarus, Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Irland, Kanada, Norwegen, Niederlande, Österreich, USA und der Schweiz verabschiedeten den Minsker Appell "Den Kindern eine Zukunft, eine Chance dem Frieden." Sich gemeinsam den wachsenden gesundheitlichen, sozialen, humanitären und politischen Problemen zu stellen, darin liegt zugleich die Chance des Friedens. In dem Maße, wie Lebens- und Überlebensprobleme global geworden sind, finden auch die Menschen über alle Grenzen hinweg zusammen.
Die Menschen in Weißrussland haben schweres Leid erfahren. Obwohl es in Tschernobyl passierte, sind wir alle betroffen. Deshalb gebietet es unser Anstand und unser Mitgefühl zu helfen. Humanitäre Hilfe ist für uns ein Zeichen der gleichberechtigten Hilfe unserer Völker. Sie ist für uns auch die Möglichkeit, auf die Situation von Menschen aufmerksam zu machen, deren Stimme in der Welt zu wenig wahrgenommen wird. Humanitäre Hilfe sehen wir als Form der Zusammenarbeit in unser aller Gegenwart und Zukunft. Deshalb appellieren wir an die Verantwortlichen in Belarus, alles zu tun, um geographische und politische Grenzen zu überwinden, damit die Hilfe auf kürzestem Wege von Mensch zu Mensch kommt.
So können wir dem neuen Jahrtausend ein wirklich neues, ein menschliches Gesicht geben.

Politische Forderungen
Wir fordern die Vertreter der Internationalen Atomenergiebehörde ( IAEO ) auf, wissenschaftliche Erkenntnisse nicht länger zu unterdrücken, die z.B. auch von der Weltgesundheitsorganisation (WHO) erarbeitet wurden. Wir fordern Sie auf, offen, ehrlich und umfassend über die Gefahren der Atomenergie und die Folgen der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl zu informieren.
Ärzte und die WHO, die durch Radioaktivität hervorgerufenen Folgen erforschen, müssen ungehindert darüber berichten können. Darum fordern wir die IAEO auf, den ersten Artikel ihres Abkommens von 1959 mit der WHO zu ändern. Diese beiden UN-Organisationen sollen sich gegenseitig über ihre Arbeit informieren, ohne die Zustimmung der jeweils anderen Organisation einholen zu müssen.
Vertreter ausländischer Delegationen aus Frankreich, Deutschland und den Niederlanden schlagen vor, sich direkt an den Präsidenten der Republik Belarus Alexander Lukaschenko mit der Bitte zu wenden, das Dekret No 8, das praktisch schnelle und effektive humanitäre Hilfe für die Bewohner der von Tschernobyl betroffenen Regionen verbietet, abzuschaffen.
Gleichzeitig fordern wir, Zollprozeduren zu vereinfachen, Zollgebühren für humanitäre Hilfe zu senken, humanitäre Hilfssendungen schneller abzufertigen und zu gewährleisten, dass humanitäre Hilfe ihre Empfänger unverzüglich erreicht.
Wir wenden uns an die TeilnehmerInnen des derzeit von der IAEO in Kiew abgehaltenen Tschernobyl-Kongresses mit der Aufforderung, die gemeinsame Tätigkeit zur Überwindung der Katastrophe von Tschernobyl zu intensivieren.
Den Kindern eine Zukunft, eine Chance dem Frieden

15 Jahre nach Tschernobyl rufen wir auf :
" Lasst nicht Resignation und Hoffnungslosigkeit bei Euch einkehren, sondern entdeckt den Mut, die Kraft und die Solidarität, die in Euch sind. Gegen alles Vergessen brauchen wir den Geist eines neuen Denkens und Handelns, das sich an der Vision einer Welt orientiert, in der Menschenrechte, der Friede, die Gerechtigkeit, die Demokratie und die Bewahrung der Schöpfung oberstes Gebot sind. Lasst uns gemeinsam dafür einstehen. "

Minsk, 19. April 2001

 
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