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Rundbrief Apr 1997 - Hört den Schrei der "Kinder von Tschernobyl"! PDF Drucken E-Mail
Rundbriefe & Jahresberichte
Dienstag, den 01. April 1997 um 00:00 Uhr

Hört den Schrei der "Kinder von Tschernobyl"!

Es geht ums Ganze. Der plumpe Versuch, die Stiftung im Januar zu schließen, konnte Dank Ihres öffentlichen Protestes abgewehrt werden. Seit Mittwochnachmittag, 15.03.1997 hält der Sicherheitsapparat die Stiftung besetzt und durchsucht sie täglich mit zwei Leuten. Die "Überprüfung", wie es genannt wird, ist von ganz "oben" angeordnet, vom Staatssekretär für die nationale Sicherheit, Herrn Schejmann, dem Mann unmittelbar hinter dem Präsidenten. Der hatte schon an den Vortagen im Fernsehen die Kontrolle demokratischer Organisationen angekündigt mit dem Hinweis, dass weg müsse, was dem Volk nichts nützt. Die Stiftung wird so offen als Gefahr für die Nationale Sicherheit eingestuft. Die "Überprüfung" wird bis zum 20. April dauern oder auch länger. Man wird bestimmt etwas finden, da man es schon weiß und den MitarbeiterInnen der Stiftung ins Gesicht sagt: "Wir kriegen euch schon, ihr Verbrecher". Der Grund? Z.B. solcher Art: Wo sind die Gehaltslisten für die vielen Menschen, die in der Stiftung arbeiten? Gemeint sind die vielen Ehrenamtlichen, vorwiegend Frauen. Nicht vorstellbar sind Initiativen und engagierte Menschen, die von sich aus etwas für die Kinder tun - oder man will nicht verstehen. Schnell ist der Vorwurf konstruiert, die Gelder flössen schwarz und es läge ein besonders schwerer Fall von Steuerhinterziehung vor. Oder. Wo sind die Unterlagen für die Hilfslieferungen, die durch oder über die Stiftung gegangen sind? 80% sind dezentral direkt zwischen den Partnern hier und dort gelaufen, und nicht zentral registriert. Nicht vorstellbar. Wieder ein Verdacht von Mafiageschäft!

Mit "unserer Stiftung" sind auch die beiden anderen anderen größeren demokratischen und unabhängigen Organisationen in gleicher Weise bedroht, die Soros-Stiftung (sie haben über die Medien davon gehört) und das Ost-West-Forschungszentrum für Demokratie in Belarus. Gemeint aber damit alle. Ende Februar fand das erste demokratische NGO-Treffen in Minsk statt, um im Blick auf den wachsenden Terror zusammenzufinden und sich zu vernetzen. Der Appell der jetzt ca. 250 NGO-Organisationen in Belarus steht auf Seite 5 - 6. Die gesamten demokratischen und westorientierten Bewegungen und Verbindungen sollen beseitigt werden. Alles, was augenblicklich geschieht, verläuft nach dem Drehbuch faschistischer Machtergreifung, die seit Herbst Schlag auf Schlag mit immer neuen Verordnungen, Bestimmungen und Taktiken umgesetzt wird.

 

(Auszug)

 

Dringend

Der 26.April 1997 - der 11. Jahrestag nach Tschernobyl - wird ein entscheidender Tag sein. Wie in den vergangenen Jahren findet der "Tschernobyl - Fußmarsch" der Initiativen in ganz Belarus statt. Wird die Wahrheit über Tschernobyl noch laut werden können? Oder wird der Tag zur Abrechnung mit "Tschernobyl" und den demokratischen Bewegungen? Wird Schluss gemacht nach dem Motto: Tschernobyl ist eine Erfindung der Demokraten und beide müssen weg?

Wir befürchten schlimmes.

 

Der Druck der Weltöffentlichkeit und solidarische Unterstützung könnten dies jedoch verhindern helfen.

Deshalb appellieren wir - der internationale Rat - an die Weltgemeinschaft der Vereinten Nationen und rufen zu einer weltweiten Kampagne: Hört den Schrei der "Kinder von Tschernobyl" auf. Den Appell finden Sie auf den letzten Seiten.

 

Bitte schließen Sie sich an. Wir schlagen folgende Schritte vor:

  1. Schicken  Sie den Appell so schnell wie möglich unterschrieben an die UNO nach New York. Sie können ein eigenes Anschreiben  zufügen. Oder Sie kopieren den Briefkopf Ihrer initiative auf die Unterschriftenseite. Beachten Sie, dass der Appell und die Unterschriftenseite auf einem Blatt bleiben, jeder also weiß, was er unterschreibt.

  2. Informieren Sie schnellstens alle Gasteltern und sammeln Sie überall Unterschriften und schicken Sie die Unterschriftsbögen an die UNO.

Burkhard Homeyer

 
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