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Rundbriefe & Jahresberichte
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Dienstag, den 01. April 1997 um 00:00 Uhr |
Und ich wollte doch nur Kindern helfen......
Liebe Freundinnen und Freunde der "Kinder von Tschernobyl" Das orthodoxe Ostern liegt gerade hinter uns, doch für uns ist die Passion geblieben und Ostern spiegelt sich wider in unserem Kampf für und um die "Kinder von Tschernobyl" Es geht nicht darum, dass zur Zeit an die 500 Hilfslieferungen in Belarus festliegen, sich dramatische Szenen abspielen und Kinder sterben, weil ihnen wichtige Medikamente fehlen.. Wer kann das verantworten, Herr Präsident? fragen die Initiativen. Es geht nicht nur darum, dass die vielen, vielen Brücken der Verständigung zu zerbrechen drohen. Nicht nur darum, dass ein friedliches und menschliches Miteinander zwischen Ost und West dauerhaft Schaden nimmt. Nach dem 1. Staatsstreich vom 24. November 96 erfolgt die Machtergreifung Präsident Lukaschenkas Schlag auf Schlag, und es entsteht der totale Staat, der die "neue Ordnung" mit Führer und Volk bringt. Der 2. Staatsstreich steht noch aus: Die Machtergreifung in Russland. Gleichgeschaltet werden die Jugendorganisationen. Die neue Kommunistische Partei entsteht mit Zwangsmitgliedschaft und Allgegenwart. Vernichtet werden die letzten demokratischen Strukturen, zu denen die Stiftung zählt. Konkret: In diesen Tagen wurden Anklage erhoben gegen Frau Dr. Irina Gruschewaja und Herrn Prof. Dr. Gennadij Gruschewoij und Haftbefehl erlassen. Auf diese Weise soll sich, wie es der Mann vom Nationalen Sicherheitsrat in der Stiftung sagte, "die Stiftung selbst auflösen". Mit Irina sollen alle die vielen Verbindungen nach Westen, zumal nach Deutschland, und mit Gennadij die demokratischen Organisationen getroffen werden, die sich unter seiner Koordination zusammengefunden haben. (Auszug) Burkhard Homeyer
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