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Rundbrief Feb 1997 - Protestresolution der niedersächsischen Tschernobyl-Initiativen PDF Drucken E-Mail
Rundbriefe & Jahresberichte
Samstag, den 01. Februar 1997 um 00:00 Uhr

Protestresolution der niedersächsischen Tschernobyl-Initiativen 

gegen die belarussische Gemeinnützige Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" (Minsk) vom 17.Januar 1997

Sehr geehrter Herr Ministerpräsident

Im Auftrag der am 25. Januar 1997 zu ihrem Jahrestreffen in Nienburg versammelten Vertreterinnen und Vertreter von 50 Tschernobyl-Initiativen, die 1865 strahlengeschädigter Kinder ihrer Republik zur Erholung in Niedersachsen zu Gast hatten, sende ich Ihnen folgende Erklärung:
Den Tschernobyl-Initiativen des Landes Niedersachsen (Deutschland) ist bekannt geworden, dass der stellvertretende Minister für Volksbildung und Wissenschaft der Republik Belarus, Herr G.Dylan, in einem Schreiben an Herrn Prof. Dr. Gennadij Gruschewoi,  den Vorsitzenden der belarussischen Gemeinnützigen Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" (Minsk) vom 17.01.1997 (17/5-13  angedroht hat, die Kinderverschickung durch die Stiftung zu verbieten.)
Die niedersächsischen Tschernobyl-Initiativen, die bislang etwa 10.000 Kinder strahlengeschädigter Kinder aus der Republik Belarus zur Erholung zu Gast hatten, protestieren aufs schärfste gegen jeden Versuch der staatlichen Behörden, die humanitäre und völkerverbindende Zusammenarbeit, die wir seit 1990 gemeinsam mit der belarussischen gemeinnützigen Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" (Minsk) aufgebaut haben, aus welchem Grund auch immer zu behindern oder und gar zu zerstören. Wir befürchten, dass durch die bekannt gewordene und noch zu erwartende Anordnung eine Auslese von belarussischen Organisationen erfolgt und damit langjährige, korrekt zum Wohl Tausender "Kinder von Tschernobyl" arbeitender Partnerschaften auf der Ebene der Bürgerinitiativen vernichtet werden sollen. Der offensichtliche Versuch, die unabhängigen Kontakte und Programme unter staatliche Kontrolle zu bringen, insbesondere durch Begünstigung bekannter staatsnaher Organisationen, widerspricht dem belarussisch - deutschem Memorandum über die humanitäre Zusammenarbeit (1994) und dem demokratisch -europäischem Denken. Wir werden uns nicht zum Handlanger dieses "Umbaus" machen lassen. Die Tschernobyl-Initiativen des Landes Niedersachsen erwarten, dass die beabsichtigten Maßnahmen zurückgenommen und das humanitäre Engagement der belarussischen Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" unbehindert fortgesetzt werden kann.

Hochachtungsvoll

W.Kopf, Geschäftsführer der Niedersächsischen Kontaktstelle Belarus e.V.

 

Schließungsandrohung gegenüber der
Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl, Minsk zum 15.02.1997
Das Ministerium für Volksbildung und Wissenschaft der Republik Belarus
220010 Minsk, Sawetskajastr. 9, Tel: 274736 / 17.01.1997
17/5 - 13

Im November 1992  wurde durch die Belarussische Gemeinnützige Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" die Schülerin der Gorbowsker Mittelschule, Bezirk Tschaussy, Mogilever Gebiet, Poprawkro, Jelena, Jahrgang 1982, 26.12., zur Erholung ins Ausland verschickt. Zur Zeit lebt das Kind in der Familie von S. und E.W. in 5... W. (gekürzt die Redaktion) ohne gesetzliche Grundlage für das Wohnen.

Das Ministerium für Volksbildung und Wissenschaften besteht auf der Rückkehr von Jelena Proprawko in die Republik Belarus für die weitere Lebenseinrichtung.

Bei Nichtrückkehr des Kindes nach Belarus zum 15.02.1997 wird die Stiftung "Den Kindern von Tschernobyl" nicht mehr in der Lage sein, die Kinder zur Gesundung zu verschicken entsprechend der Verfügung des Ministers für Volksbildung und Wissenschaften vom 23.09.1996 Nr. 414

Der stellvertretender Minister G.Dylan

 
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