Hermann Schulz Sein bewegtes Leben begann 1938 in Nkalinzi, Ostafrika. Als Sohn eines Missionars wurde Hermann Schulz dort geboren. Seine Kindheit und Jugendzeit verlebte er in Deutschland. Nach dem Schulbesuch und einer Buchhändlerlehre arbeitete er zunächst im Bergbau als Gedingeschlepper und unternahm dann ausführliche Reisen nach Afrika, Asien, Lateinamerika und Osteuropa. Seit 1960 lebt er in Wuppertal. Von 1967 bis 2001 war Hermann Schulz als Nachfolger von Johannes Rau Verlagsleiter des engagierten Peter Hammer Verlages. Sein verlegerisches und persönliches Engagement galt in zahlreichen Artikel, Rundfunksendungen und Vorträgen der politischen Entwicklung von Nicaragua und Lateinamerika und der afrikanischen und lateinamerikanischen Literatur. Sein jüngstes Buch führte ihn nach Belarus. Hermann Schulz und seine Bücher für Kinder und Erwachsene wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet. Eine Auswahl seiner Bücher: Der silberne Jaguar, Die schlaue Mama Sambona, Wenn der Löwe nach der Uhrzeit fragt, Sonnennebel, Auf dem Strom…. | Der silberne Jaguar Eine Reise nach Belarus…Das klingt für Rufus zunächst nicht gerade viel versprechend. Rufus ist in der 11.Klasse und lebt mit seiner Tante im Wendland. Er soll sie begleiten und einer weißrussischen Frau in Svetlagorsk einen Rollstuhl bringen. Was so einfach beginnt entwickelt sich bald zu einem turbulenten Abenteuer und einer spannenden Mischung aus Krimi und Reiseroman, Entwicklungs- und Liebesgeschichte. Rufus wird hinein gezogen in die Welt der Jugendlichen in einem Land, das von Armut, Korruption und staatlicher Überwachung geprägt, aber auch faszinierend ist. Hier sind die Folgen der Tschernobyl-Katastrophe noch für viel spürbar, aber es ist auch ein Land des Aufbruchs und der Hoffnung auf ein Leben in Freiheit. In seiner Zeichnung der weißrussischen Stadt und ihrer Menschen bringt Hermann Schulz uns das unbekannte Land im Schwanken zwischen Aufbruch und Alkohol, Zorn und Trauer, Nationalstolz und Freiheitsdrang sehr nahe und macht dabei auch deutlich, wie Begegnungen mit Menschen anderer Länder unseren Blick auf die Welt verändern können.Die Lesung aus dem Buch soll der Beginn eines Gespräches mit dem Autor sein, der anschaulich von seinen eigenen Erfahrungen und Recherchen in Belarus berichten und gerne diskutieren wird. |