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Hilfe für die Kinder von Tschernobyl PDF Drucken E-Mail
Informationen - Archiv
Dienstag, den 26. Mai 2009 um 14:34 Uhr

Experten und Vertreter von Initiativen informieren über Situation 23 Jahre nach Reaktorkatastrophe

as Lüneburg. 23 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl tragen die Menschen in den verstrahlten Gebieten Weißrusslands und der Ukraine an der Folgen schwer. Die Rate der Krebs-, Schilddrüsenerkrankungen und Missbildungen ist hoch, nicht abzusehen sind Erbschäden für Folgegenerationen. "Die weißrussische Regierung hat Tschernobyl endgültig ins Archiv geschoben, wir dürfen nichts machen. Aber unsere Hoffnung stirbt nicht. Sie treibt uns an, etwas für die Kinder von Tschernobyl zu tun", sagt Dr. Irina Gruschewaja bei der LZ-Veranstaltung "Tschernobyl - und kein Ende" in der Ritterakademie.

Der Abend mit Ärzten und Vertretern von Initiativen, die sich der Tschernobyl-Hilfe verschrieben haben, gehört zu einer Reihe, mit der Lüneburg den Opfern von Tschernobyl hilft. Höhepunkt ist vom 14. bis 16. August das Handball-Turnier der Superlative im Sportpark Kreideberg des MTV Treubund.

Dass die Welt vier Jahre nach der Reaktorkatastrophe vom Ausmaß und von den Folgen für die Menschen ins Bild gesetzt wurde, ist Dr. Irina Gruschewaja und ihrem Mann Prof. Dr. Gennadij Gruschewoj zu verdanken. Trotz massiven Drucks eines totalitären Staates, der den Gau verheimlichen wollte, gründeten sie 1990 die erste Bürgerinitiative "Den Kindern von Tschernobyl". Sie sei nach West-Berlin geschmuggelt worden, um zu berichten - auch über ihre Idee, Kinder aus den verstrahlten Regionen herauszuholen. In ihrer Heimat habe es Kritik gehagelt, im Ausland gründeten sich Netzwerke der Hilfe. "500 000 unserer Kinder wurden inzwischen in 20 Länder der Welt eingeladen." Doch Dr. Gruschewaja stellt mit Sorge fest: "Unter dem weißrussischen Präsidenten Lukaschenko sind wir eingesperrt, keiner darf über Tschernobyl sprechen."

Die Minsker Initiative kann sich aber der Hilfe vom Ausland sicher sein, allein in Deutschland kümmern sich 260 Initiativen um die Kinder. Zum Vorstand der Bundesarbeitsgemeinschaft "Den Kindern von Tschernobyl" gehören Prof. Dr. Helge Schenk und Ursel Steuernagel, die seit 1991 mit großem Engagement Kindergruppen in die Lüneburger Region holt. Prof. Schenk: "Die Kinder können sich erholen, nehmen Lebensmut mit. Sie sind auch Botschafter aus Weißrussland, die auf die Probleme aufmerksam machen." Doch Ursel Steuernagel sieht auch mit Sorge, dass unter Diktator Lukaschenko die Kinder nicht mehr rausgelassen werden sollen.

Hilfe leistet auch die niedersächsische Landesstiftung "Den Kindern von Tschernobyl", deren stellvertretender Vorsitzender Prof. Dr. Heyo Eckel ist. Er erläutert, dass 70 bis 80 Prozent des radioaktiven Niederschlags auf Weißrussland niedergegangen seien. Folge: ein massiver Anstieg von Schilddrüsenkrebs. Die Stiftung hat 220 Ultraschallgeräte zur Diagnostik in die Ukraine und nach Weißrussland geliefert, schult Mediziner aus den Ländern. "Dramatisch ist auch die Zunahme an Brustkrebs bei jungen Frauen." Deshalb wird sich die Stiftung mit einem Mammographie-Screening-Programm engagieren.

Hilfe kommt auch vom Kinderchirurgen Prof. Dr. Wolf-Michael Pieper, der seit acht Jahren in der Ukraine junge Patienten operiert. Persönliche Eindrücke aus Kiew, nur wenige Tage nach der Reaktorkatastrophe, schildert Larissa Mende. Sie schließt mit den Worten: "Die Kinder sind immer noch Geiseln von Tschernobyl, helfen Sie!"

© Landeszeitung für die  

Sie machen sich für die Kinder von Tschernobyl stark: (v.l.) Prof. Dr. Helge Schenk, Larissa Mende, Dr. Irina Gruschewaja, LZ-Chefredakteur Christoph Steiner, Ursel Steuernagel, Prof. Dr. Wolf-Michael Pieper und Prof. Dr. Heyo Eckel. Foto: t & w

 

 
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