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Einladung zur Verleihung des diesjährigen Martinipreises am 11.11.06 PDF Drucken E-Mail
Berichte & Reportagen
Montag, 21. April 2008 um 16:39
Liebe Freundinnen und Freunde der “Kinder von Tschernobyl”,
Sehr geehrte Damen und Herren,

im Jahr des 20.Jahrestages von „Tschernobyl“ heißt der diesjährige Preisträger des Martinipreises:

„DEN KINDERN VON TSCHERNOBYL“

und gilt einer Ost-West-Bürgerbewegung in weltweiter Solidarität.
Der Preis wird vergeben von der Südpfälzischen SPD und wird, wie es heißt, an Personen vergeben, „die sich um die Demokratie – um politische Kultur, um Aufklärung und Wahrhaftigkeit im politischen, gesellschaftlichen und kulturellen Leben – verdient gemacht haben“. Zu den bisherigen Preisträgern zählen Personen wie Björn Engholm, Dieter Hildebrandt, Liselotte Funke, Klaus Staeck, Hans Koschnik, Erhard Eppler sowie Organisationen wie Greenpaece, Medico International, aber auch die „Sendung mit der Maus“ oder „logo!“, die Nachrichtensendung für Kinder ARD/ZDF.
Die Preisverleihung findet statt am 11.11.06, beginnend um 17.00 Uhr, im Kulturzentrum „Hufeisen“, Germersheim, An Fronte Beckers. Die Laudatio hält der Bundesminister für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit, Sigmar Gabriel. Den Preis für die „Kinder von Tschernobyl“ nehmen Dr. Irina Gruschewaja von der Belarussischen Gemeinnützigen Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ Minsk/Weißrussland und Burkhard Homeyer, 1.Vorsitzender der Bundesarbeitsgemeinschaft „Den Kindern von Tschernobyl“ in Deutschland entgegen - stellvertretend für viele, viele Tschernobylinitiativen, die sich in bewundernswerter Weise seit Jahren für die „Kinder von Tschernobyl“ engagieren.
„Dieses außergewöhnliche Engagement“, so die Begründung der Preisverleihung, „wollen wir mit unserem Martini-Preis 2006 ehren und unterstützen. Der Martini-Preis steht für unsere Hochachtung vor der Zivilcourage. Er steht für unseren Respekt vor demokratischer Gesinnung. Er steht für unsere Wertschätzung für zivilgesellschaftliches Engagement.“ Alle Tschernobylinitiativen dürfen sich geehrt fühlen.
Für uns bedeutet die Preisverleihung – neben den humanitären Aspekten - zugleich eine Würdigung unserer friedenspolitischen und zivilgesellschaftlichen Perspektive: Über die Kinder von Tschernobyl sind und werden unzählige Brücken des Friedens und der Verständigung von unten her gebaut, von Mensch zu Mensch, Familie zu Familie, Ort zu Ort - für ein gemeinsames Haus Europa, für ein „Europa ohne Atom“. Dabei sind „Tschernobyl“ und „Demokratie“ die beiden Seiten einer Medaille. Ohne politische und gesellschaftliche Transparenz und Mitbeteiligung wird es kein „Tschernobyl“ (mehr) geben und umgekehrt, Kräfte, die daran interessiert sind, dass mit „Tschernobyl“ Schluss ist, werden nicht an einer demokratischen Offenheit interessiert sein. In Weißrussland ist dies überdeutlich zu sehen und zu spüren. Die Erholungsreisen der Kinder von Tschernobyl sind - wie die belarussischen NGO’s und nicht zuletzt die Stiftung -massiv bedroht. Die Solidarität der Ost-West-Bürgerbewegung aber trägt.
Doch geht es „nur“ um belarussische Kinder? Im Westen wird das Regime weithin unterschätzt als Relikt vergangener Sowjetzeiten. Könnte es aber nicht auch - nach einer sehr kurzen Phase demokratischer Entwicklung - schon Ausdruck eines neuen Typs von Totalitarismus in Europa sein? Nicht „die letzte Diktatur“, sondern „die erste Diktatur nach Tschernobyl“, ein erster „Atomstaat“* in Europa unter den Bedingungen des militärisch/ökonomischen Nuklearkomplexes, der alles unternimmt, Tschernobyl „vergessen“ zu machen, mit linken und rechten Mustern, die nahtlos ineinander übergehen? Ein kanadischer Freund der Stiftung und der Kinder von Tschernobyl, , bringt es auf die Formel: „Diktatur statt Ökologie“. Ein Fanal „nur“ für die Zukunft Weißrusslands? Hören wir die Botschaft der Kinder !
Wir laden herzlich dazu ein, am 11.11.06 an der Preisverleihung Germersheim teilzunehmen.

Burkhard Homeyer

*Robert Jungk, Der Atomstaat, Vom Fortschritt in die Unmenschlichkeit, Kindler 1977
**Prof. David Marples, in: „Osteuropa“ Heft 56/4, Berliner Wissenschaftsverlag April 2006 S.117ff, dort Ausführungen im Einzelnen
 
Berichte aus den Regionen

12.08.2008
Initiative Nordschwarzwald

Kinder in Tschernobyl
Pfalzgrafenweiler e.V.

Aus dem Programm:

  1. Sonderschul-Internat Rudensk
  2. Tagesstätte „Offene Tür“ in Minsk
  3. Hilfe für Multiples Sklerose Kranke
  4. Straßen- und Waisenkinder in Minsk
  5. Schulzentrum Gischenka am Rand der Todeszone
  6. Sozialwaisen in Slawgorod


www.kit-neu.de


08.03.2008
Initiative Rostock
Der Rostocker Verein „Ferien für die Kinder von Tschernobyl“ stellt sein vorläufiges Jahresprogramm für 2008 vor.


02.05.2007
Initiative Ostfriesland
Initiativen für die Kinder von Tschernobyl in Ostfriesland stellen sich vor.

23.03.2007
Ein Verein stellt sich vor
Tschernobyl-Hilfe "Raduga" Gelsenkirchen e.V.
www.raduga-tschernobyl-hilfe.de

 

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