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29 | 07 | 2016
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Wichtige Hinweise

20.10.2012


Freunde der Erziehungskunst Rudolf Steiners e.V.
Kontakt Freiwilligendienste in Deutschland:

Tel.: 0721 354806-130
Fax: 0721 354806-181
E-Mail: fsj-bfd[at]freunde-waldorf.de

Internationale Freiwillige können sich für 12 Monate in einer sozialen Einrichtung in Deutschland engagieren.
Alles über die Rahmenbedingungen, Anforderungen und Leistungen hier.


21.09.2010
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
Pfifferlinge aus Osteuropa sind manchmal strahlenbelastet.
Verstrahlte Pfifferlinge im Handel entdeckt
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29.03.2009
Der Reaktor lebt und tötet weiter

London (dpa) Auch mehr als 20 Jahre nach der Reaktorkatastrophe von Tschernobyl dezimiert die radioaktive Strahlung die Zahl der Insekten in der Region. Das hat eine Zählung bei Hummeln, Schmetterlingen, Libellen und Grashüpfern gezeigt.


17.02.2009
Lost Paradise
Ein neuer Film von Stefan Heinzel (89 Millimeter)


07.02.2009
IPPNW Presseinfo 06.02.2009
Atomlobby baut seit 20 Jahren Potemkische Dörfer


24.12.2008
Praxis der Visumsvergabe an der Deutschen Botschaft in Minsk, Belarus
Kleine Anfrage der Abgeordneten Marieluise Beck Bündnis 90/Die Grünen (Bremen)
PDF (2,4 MB)


10.04.2008
NRW-Landesversicherungen für das Ehrenamt


16.01.2007
Infos Reisen und Hilfslieferungen
Transit Polen nach Belarus.

Nachruf von Valentina Smolnikowa
Montag, den 10. Februar 2014 um 11:02 Uhr

Nachruf von Valentina Smolnikowa, Vorsitzende der wohltätigen gesellschaftlichen Vereinigung „Helfen wir den Kindern von Tschernobyl“ im Kreis Buda-Koschelöwa.

Wir trauen um unseren lieben Gennadij Gruschewoj und gedenken seiner in Dankbarkeit. Die wohltätige gesellschaftliche Vereinigung „Helfen wir den Kindern von Tschernobyl“ im Kreis Buda- Koschelöwa zählt 86 Freiwillige.  Die gesamte Organisation trauert mit all denen zusammen, die Gennadij Gruschewoj kannten.

Da ich viele Jahre mehr als alle anderen Buda-Kaschelöwer mit Gennadij arbeitete und kommunizierte, schreibe ich über ihn mein Wort des Gedenkens. 

Seine Lebensheldentat begann in der post-kommunistischen nach-Tschernobyl Periode in den Anfängen der belorussischen Wiedergeburt. In jener Zeit suchten aktiv viele hervorragende Patrioten von Belarus, Menschen von verschiedenen Berufen - Politiker, Wissenschaftler, Diplomaten, Journalisten, Ärzte, Kulturschaffende – nach den Wegen aus der entstandenen materiellen und geistigen Krise. Unter ihnen war auch der Universitätsprofessor Gennadij Gruschewoj.

Jetzt als er von uns fortgegangen ist, verstand ich plötzlich, dass all diese Jahre wir neben einem Propheten lebten und arbeiteten. Ausgerechnet durch ihn ist es uns gegeben worden, die tiefe ethische Dimension der stattgefundenen Atomkatastrophe zu begreifen. Nicht umsonst verliefen die Tschernobler Märsche, an deren Organisation Gennadij Gruschewoj aktiv teilnahm, und internationale Kongresse, die er initiierte und durchführte, mit Teilnahme der Geistlichen verschiedener Konfessionen. Diese Veranstaltungen wurden von dem „Gebet über die Rettung der Opfer der Atomkatastrophe in Tschernobyl“ begleitet, das Philaret einst verkündete.

Gennadij Gruschewoj ist gegeben worden zum ersten Mal in Belarus eine echte nicht staatliche gesellschaftliche Vereinigung die Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ e. V. zu schaffen, die zum Sprachrohr der Betroffenen wurde. Die Stimme der Organisation - die Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ e. V. - vernahm die ganze Welt. Eine leidenschaftliche Sorge um die Zukunft, um das Schicksal der Kinder von Belarus, Aufruf zur dringenden Hilfe und zur Rettung der Kinder fanden Widerhall in den Herzen der Menschen in verschiedenen Ländern. Von Kanada, über Amerika, Deutschland, Norwegen, Großbritannien, bis Indien und Japan fand er mit seiner Organisation Unterstützung, weil das Ziel kristall-klar und die vorgeschlagenen Methoden der Umsetzung äußerst ehrlich waren.

Wer hat es in Belarus noch geschafft, ohne administrative und staatliche Ressourcen heranzuziehen, im Laufe von Jahrzehnten Tausende von Projekten zu realisieren, die auf die Hilfe für die Betroffenen Regionen, für die Familien und Einrichtungen gerichtet waren? Wem noch ist es gelungen, den Kindern von Belarus die ganze Welt zu eröffnen und der Welt das Land Belarus? In jener Zeit gab es in unserem Kreis Buda-Koschelöwo des Gomeler Gebiets praktisch keine einzige Familie, die die Hilfe durch die Stiftung „Den Kindern von Tschernobyl“ e. V. in der einen oder anderen Form nicht bekommen hätte. Gennadij Gruschewoj hatte viele Nachfolger, aber eine Persönlichkeit, die ihm ebenbürtig wäre, ist bis heute nicht erschienen.

Er wurde geliebt und ihm wurde geholfen, er wurde beneidet, man hat ihn gestört, gehasst und verraten, diffamiert und man hat versucht ihn von der Gesellschaft zu isolieren. Aber die höheren 

Kräfte haben ihm durch gute Menschen geholfen fortzusetzen, den Weg zu markieren. Jetzt sind besonders deutlich die Figuren von denen zu sehen, die unermüdlich und konsequent Hindernisse und Schwierigkeiten bereiteten, auf dem Weg des Menschen und der von ihm angeführten Bewegung. Das Übel und das Gute gehen immer neben einander.

Nach seinem Beruf war Gennadij Gruschewoj ein Universitätspädagoge. Er ist zum Lehrer geworden für sehr viele, die ihn gehört haben und die mit ihm zusammen schritten, sei es Akademiemitglied, Student, Arzt, Arbeiter, Pastor, Militärangehöriger, ein Belarusse, ein Deutscher oder ein Italiener. Er lehrte alle die Liebe zum Nächsten und war selbst ein Vorbild dafür, wie man den Nächsten mehr als sich selbst lieben kann und soll. Er lehrte die Angst zu überwinden, die Sklaverei, die in uns Belarussen auf der genetischen Ebene veranlagt ist; er lehrte uns die Opferpsychologie zu überwinden und bewog uns zu Selbsthilfe und zur gegenseitigen Hilfe. Er war ein freier Mensch und rief alle auf, den Weg, der zu Freiheit führt, einzuschlagen. Das Instrument seiner Lehre war das Wort, das eine enorme schöpferische Kraft besaß. So wurde er zum Meister. Zusammen mit den Gleichgesinnten schuf er Zukunftswerkstätten und Jugendzentren, organisierte Jugendfestivals und Foren. In ihnen herrschte der Geist der kollektiven Kreativität, der Geist der Gleichheit und der Partnerschaft. Sie vereinigten und begeisterten die jungen Leute zu neuen gesellschaftsnützlichen Taten. Dort durch die Bemühungen der Jugendlichen materialisierten sich verschiedene fortschrittliche, ökologische und humanitäre Ideen.

Gennadij Gruschewoj war ein vielseitig gebildeter, weiser Mensch. Als Parlamentsabgeordneter des Obersten Sowjets beteiligte er sich aktivst an der Schaffung und Verabschiedung von vielen Gesetzen, darunter auch die Gesetze über den sozialen Schutz der Bürger, die von Folge der Tschernobyl- Katastrophe betroffen sind.

So lange dieses Gesetz wirkte, waren die Menschen richtig geschützt. Er war ein mutiger Mensch, ein Kämpfer. Aber er kämpfte immer „FÜR“. Für die Wahrheit, für die Gesundheit, für die Freiheit, für den Fortschritt. Gegen seine Krankheit kämpfte er auch sehr mutig, er blieb stark bis zur letzten Minute seines Lebens. 

Er war ein Stern, der auf der Erde in Minsk geboren wurde. Seine Wärme und sein Licht wärmten eine Million seiner Landsleute. Die Funken von diesem Stern flogen durch ganz Belarus und auch in die anderen Länder, und sie leuchten bis heute.

Gennadij Gruschewoj kam auch oft in unsere Stadt. Er interessierte sich für unsere Arbeit, er half uns, gab uns Anstöße zur Selbstständigkeit und Kreativität.

Sein irdisches Leben ist zu Ende gegangen. Die Sache, die er in den weit entfernten 80er Jahren des vergangenen Jahrhunderts begonnen hatte, ist aber nicht zu Ende. Dank seiner Bemühungen wird es niemanden mehr gelingen bei  Atomkatastrophen die Menschen zu betrügen. Die Betroffenen haben heute eine wissenschaftliche Basis, die den Schutz aller Menschen auf dem Planeten ermöglicht.

Wir verneigen uns vor seinem Lebenswerk und sprechen unsere aufrichtige Anteilnahme der Familie von Gennadij Gruschewoj aus. Wir trauern mit all denen, für die er lebte und arbeitete, denn wir alle sind auch ein Teil seiner Familie, seines Schicksals, unseres geliebten Belarus.

 

Kondolenzbuch zu PROF.DR. GENNADIJ GRUCHEWOJ

 
Nachruf
Wichtige Hinweise
Sonntag, den 02. Februar 2014 um 18:51 Uhr

Nachruf



Die wahre persönliche Sittlichkeit geht auf absolute Grundsätze zurück,

die sich aus der Ehrfurcht vor dem Leben ergeben.

Sie sollen unsere Gesinnung beherrschen (Albert Schweitzer)


Wir trauern um unseren Freund und einen großen Europäer

Prof.Dr. Gennadij Gruchewoj 

24.07.1950 + 28.01.2014

Gründer und Leiter der NGO-Tschernobylbewegung in Belarus:

Den Kindern von Tschernobyl“


Er kämpfte für die Wahrheit über „Tschernobyl“.

Sein Leben galt den Opfern von „Tschernobyl“, vor allem dem Wohl der Kindern.

Er war ein unbeugsamer Demokrat, der die Betroffenen zu Wort kommen lassen wollte,

in Zeiten der Diktatur und Repression.

Seine Vision war das „Gemeinsame Haus Europa“, in dem auch sein Land Belarus Platz findet.

Er war der Architekt eines weltweiten Netzes der Zivilgesellschaft

für die Zukunft der „Kinder von Tschernobyl“.

Durch ihn entstanden über die „Kinder von Tschernobyl“ unzählige Brücken des Friedens zwischen Ost und West und der Versöhnung angesichts der deutschen Kriegsverbrechen.

Er war Preisträger des norwegischen Rafto-Friedenspreises.


Wir nehmen Abschied von ihm in Danbarkeit.


Bundesarbeitsgemeinschaft „Den Kindern von Tschernobyl“ in Deutschland e.V.

Für den Trägerkreis: Burkhard Homeyer, 1.Vors.


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Trinationales Projekt für junge Leute aus Japan, Belarus und Rottweil
Veranstaltungen-Termine
Freitag, den 07. Juni 2013 um 08:20 Uhr

Junge TeilnehmerInnen gesucht

Trinationales Projekt

für junge Leute aus Japan, Belarus und Rottweil

Thema: "Energiewende in Bürgerhand"

TeilnehmerInnen: Je 6 TeilnehmerInnen aus Belarus, Japan und aus Deutschland/Rottweil.

Alter: circa 18-24 Jahre. Es sollen junge Leute sein, die sich schon für das Thema engagieren und interessieren und möglichst auch schon Vorwissen mitbringen.

Die gemeinsame Sprache ist Deutsch und Englisch. Von der japanischen und der belarussischen Gruppe ist je ein Dolmetscher dabei , der Englisch und Deutsch spricht und auch technische Details übersetzen kann. Die Teilnehmer sollen mindestens Grundkenntnisse in einer der Sprachen haben.

Der Termin ist 4.-16.Juli 2013

4.Juli (Tag der Abreise mit dem Zug für die Belarussen)

5.Juli Ankunft belarussische und japanische Teilnehmer in Rottweil

6.und 7.Juli Kennenlernen,  Kulturprogramm, Ausflug, Stadtführung

8.-12. Themenprogramm

13.und 14.Juli Zukunftswerkstatt zu dem Thema, Vorstellung der Ergebnisse in der Öffentlichkeit (Vertreter der Schulen, Gemeinde, Naturschutzgruppen)und gemeinsamer Abschluss

15. Abreise mit Zug/Flugzeug

16. Ankunft der Belarussen in Minsk

Unterbringung der Gäste in Rottweiler Gastfamilien

Betreuung Die TN der Gruppe werden von den Mitgliedern der Bürgerinitiative für eine Welt ohne atomare Bedrohung ehrenamtlich betreut (Fahrdienste, Begleitung). Begegnungen mit den Schulen und Jugendgruppen in Rottweil werden im Programm ihren Platz haben.

Kontakt: Bürgerinitiative für eine Welt ohne atomare Bedrohung, Rottweil

Angela Gessler Tel. 0741-44652

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Europäische Aktionswochen
Wichtige Hinweise
Mittwoch, den 24. April 2013 um 17:55 Uhr

Am Donnerstag den 25.04.2013 findet um 21:00 Uhr eine Kerzenaktion zum Gedenken der Opfer von Tschernobyl und Fokushima statt.

Treffpunkt ist der Neumarkt in Gelsenkirchen ( vor der Sparkasse).

Es wird gebeten das jeder eine Kerze oder ein Teelicht mitbringt.

 

Über Zahlreiche Besucher würden wir uns sehr freuen.

 

 

Neumarkt, Gelsenkirchen

 
Atomfriedhof Arktis
Berichte & Reportagen
Mittwoch, den 24. April 2013 um 11:50 Uhr

ortage vom 23.04.2013 auf arte.

Atomfriedhof Arktis

Die Arktische See ist das weltweit wichtigste Fanggebiet für Kabeljau. Von hier kommt auch Fisch nach Europa. Doch auf dem Meeresboden lauern Gefahren. Versunkene Atom-U-Boote liegen hier, Tausende Metallkisten voller radioaktiver Abfälle, ganze Kernreaktoren, manche davon noch mit abgebrannten Brennelementen bestückt. Die russische Nordmeerflotte entsorgte ihre Nuklearabfälle im Eismeer in geringen Tiefen. Weit ab von jeder kritischen Öffentlichkeit verschwand das strahlende Erbe des Atomzeitalters in den Fjorden zwischen Norwegen und Russland. Wahrscheinlich wurde nicht einmal alles verzeichnet, was bei den geheimen, militärischen Verklappungsaktionen auf den Grund der Arktischen See befördert wurde.

Internationale Wissenschaftlerteams versuchen inzwischen, die Versenkungsstellen zu orten und Karten zu erstellen. Das Gefährlichste sind wohl drei alte sowjetische Atom-U-Boote, die hier auf Grund liegen. Die Außenhüllen der U-Boote rosten erschreckend schnell. Unterwasseraufnahmen zeigen Risse in den Bordwänden. An vielen Stellen kann das aggressive Salzwasser in die Boote eindringen. Messungen zeigen: Schon seit langem entweicht Radioaktivität. Sollte Wasser in die heiße Zone der Reaktoren eindringen, so warnen russische Experten, könnte es zu einer nicht mehr kontrollierbaren Kettenreaktion kommen.

Russische Beamte haben in einem Bericht, der nicht zur Veröffentlichung bestimmt war, empfohlen, zwei der drei Atom-U-Boote bis spätestens 2014 zu bergen. Aber geht das überhaupt so schnell? Der Aufwand wäre enorm, die Aktion riskant. Wenn der Rumpf bricht, könnten die Reaktoren beschädigt werden. Doch bis heute liegt kein Auftrag der russischen Regierung für eine Bergung vor. Es bestehe "keine akute Gefahr", so die amtliche Sprachregelung. Doch interne russische Regierungsdokumente zeigen: In Wahrheit steht eine Umweltkatastrophe bevor.

(Deutschland, 2013, 26mn)
SWR

Zum Video
 
Versenkt und Vergessen
Berichte & Reportagen
Mittwoch, den 24. April 2013 um 11:22 Uhr

Reportage vom 23.04.2013 auf arte.

 

Versenkt und Vergessen

Heute sind die mehr als 100.000 Tonnen radioaktiver Abfälle, die auf dem Meeresgrund vor Europa liegen, längst vergessen. Früher wurden die Versenkungsgebiete regelmäßig untersucht und Meeresboden, Wasser und Fische auf Radioaktivität kontrolliert. Tatsächlich fanden Forscher dabei Radionuklide, die darauf hindeuten, dass Fässer leckgeschlagen sind. In Fischen wurden Spuren von Plutonium gefunden. Doch dann stellten die Regierungen die Untersuchungen in der Umgebung der sogenannten "Dumping Grounds" einfach ein. Welche Gefahren gehen heute von diesen Fässern aus?

Die Filmemacher Thomas Reutter und Manfred Ladwig haben sich mit einem Schiff, Spezialausrüstung und Unterwasserkameras auf die Suche nach den versenkten Atommüllfässern gemacht. Ein aussichtsloses Unternehmen, glaubte Greenpeace, denn die exakte Position der versunkenen Fässer ist unbekannt. Doch Harald Zindler, einer der Aktivisten, die damals im Schlauchboot gegen die Verklappungen kämpften, geht schließlich mit an Bord. Von der britischen Kanalinsel Alderney aus bricht das Team auf, den versunkenen Atommüll im Ärmelkanal zu finden.

Archivaufnahmen und Dokumente zeigen, wie sorglos und unverantwortlich bei der "Entsorgung" zu See mit Atommüll umgegangen wurde. Heute wäre sie illegal und kriminell. Wer war damals für diese Versenkungen verantwortlich? Die Filmemacher sprechen mit Zeitzeugen, verantwortlichen Politikern und Greenpeace-Aktivisten von damals. Sie zeigen aber auch, welche Schäden die radioaktiven Altlasten bei Menschen und in der Umwelt mittlerweile angerichtet haben. Sie befragen Wissenschaftler in ihren Laboren, nehmen selbst Proben und lassen diese analysieren.

Seit 1995 ist es zwar weltweit verboten, Atommüll von Schiffen aus ins Meer zu werfen. Es ist aber immer noch erlaubt, radioaktives Abwasser von Land aus ins Meer einzuleiten. Und genau das geschieht jeden Tag. Wiederaufarbeitungsanlagen pumpen flüssigen Atommüll in die Irische See und in den Ärmelkanal. Und auch die Langzeitfolgen der atomaren Meeresverschmutzung sind weitgehend unbekannt. Dass es darüber kaum Informationen gibt, ist kein Zufall: Die wahre Faktenlage wird geleugnet, heruntergespielt oder verheimlicht. Die Verantwortlichen beschönigen seit Jahren das wahre Ausmaß der Gefahren, die von dem versenkten und vergessenen Atomendlager im Meer ausgehen.

(Deutschland, 2013, 52mn)
SWR

Zum Video
 
Vögel zur Dekontamination
Berichte & Reportagen
Donnerstag, den 06. Dezember 2012 um 22:19 Uhr

Fukushima und Tschernobyl
Gemeinsamkeiten zu Reaktorkatastrophen

Atomindustrie und Politik in beiden Ländern entschuldigten sich, verbeugten sich und logen viel.

Fukushima Schweineföten

Nach Tschernobyl
Ungewöhnliche Strahlenschäden  an Schweine Föten aus der Sammlung des ukrainischen Biologie-Professor Vyacheslav Konovalov Kiew. Prof. Konovalovs Erforschung an biologischen Mutationen, mit dem Ergebnis der Strahlung und chemischer Kontamination durch das Reaktorunglück in Tschernobyl.

Fukushima Atomic Bomb Effect

25 Jahre sind seit TSCHERNOBYL vergangen, aber im Zentral-Krankenhaus von Kiew sterben 90% der Säuglinge bevor sie das 1. Lebensjahr erreichen!


Gesunder Schmetterling

Gesunder Bläuling der Art Zizeeria maha: Die Wissenschaftler sehen es als erwiesen an, dass die Strahlung aus dem havarierten AKW Fukushima den Tieren schwere Erbgutschäden zugefügt hat.

Fukushima Schmetterling

Mutierter Schmetterling: Die Tiere in der Fukushima-Region wiesen Schäden an den Augen und verkümmerte Flügel auf.



Ein Bericht von Dr. Dörthe Siedentopf über  ein Dorf in der Präfektur Fukushima und eine 5 Städtereise

Im Anschluss eines Kongresses fuhren etwa 30 Teilnehmerinnen in die 1,5 Bahnstunden von Tokio entfernte Stadt Fukushima. Dort steht ein Bus, der uns zur 20 km Zone fährt in den Ort Kaeru Kawauchi.
Die Fahrt wurde vorbereitet von einer Organisation "peace boat" und PANW, physicians against nuclear war. PANW gehören knapp 1000 Ärzte an und wurde 1987 gegründet "in the  spirit of fighting  against the  nuclear  war  and  abolishing  the  nuclear  weapons". Seit Fukushima wenden sich diese Ärzte offen auch gegen AK.Ws und klären über die Folgen der freigesetzten Radioaktivität auf. Die japanische IPPNW- JPPNW- hat  laut Internet 3000 Mitglieder und wendet sich nicht gegen AK.Ws.
Wir   fuhren   durch   bergige,   bewaldete   Gegenden,   kamen   durch   verlassene   Dörfer (unmanned area), sahen die riesigen blauen Säcke in denen die abgetragene radioaktiv verseuchte Erde aufbewahrt wird; Millionen Bq./kg Erde. Im Bus messen wir 3,5f.1Svlh draußen sei 1,5 Mal so viel. Während der Fahrt erfahren wir viele Einzelheiten: Es gibt evakuierte Menschen, z. Zt. etwa 340 000 und freiwillige Flüchtlinge. Sie stammen nicht nur aus der Präfektur Fukushima, sondern auch aus dem Osten  Tokios und der angrenzenden Präfektur. Nur die   Evakuierten  erhalten  finanzielle  Kompensationen; offiziell von Tepco, aber jeder weiß, die Regierung zahlt, denn Tepco sei pleite. In einem weiten Tal besuchen wir einen Farmer. Vor seinem Reisfeld befindet sich ein Tümpel auf dem Enten und Gänse schwimmen. Sie sollen das Cs137  aus dem sumpfigen Reisfeld entfernen, und wenn ihr Fleisch weniger als 100 Bq enthalte, dann könne man getrost im November seinen Reis essen. Das Risiko des Rauchens sei größer meinte er- er fühle sich hier sicher. In den Ort sind 25 Kinder zurückgekehrt, die Schule wurde wieder eröffnet (früher 250 Kinder). Es gibt 150 Notunterkünfte, flache Bauten, für Menschen, in deren Dörfern die Dekontamination noch läuft. Im Laden werden die örtlichen Gemüse auf ihre Radioaktivität untersucht -jeder kann kostenlos sein eigenes Gemüse testen lassen. Vor einem Bürgerhaus steht ein Dosimeter. 0,194f.1Svlh - 5 m entfernt misst Lars Polmeier den 3 fachen Wert. Im Haus befindet sich eine Tagesklinik  mit  7 Betten, zahnärztliche und medizinische Versorgung, soziale Betreuung. Der Arzt ist von einer hoch verstrahlten Stadt hier her gezogen, ein Neurochirurg. Vor dem Unfall wurde kein Jod verteilt, aber 16 Tage danach, was medizinisch keinen Effekt hat. Am Waldrand zeigt ein rotes Band die Grenze der Dekontamination an. Der Bürgermeister  erzählt,  wie  zeitweilig  6000 Menschen im Ort untergebracht waren. Die Strahlung sei jetzt gering, 400 Menschen arbeiteten früher im AKW, jetzt sind 100 mit der Dekontamination beschäftigt. Die Bedrohung durch den Reaktor 4 - 1500 Brennstäbe müssen dort 5-10 Jahre lang in einem havarierten Abklingbecken gekühlt werden - belastet alle dazu die fortlaufende Verseuchung des Ozeans. Zurück in Fukushima hören wir 2 Professoren von der Universität. In Fukushima wurde in diesem Jahr eine JPPNW Gruppe gebildet. Ein Psychiater sprach von der schwierigen Evakuierung der Patienten, viele kamen dabei ums Leben. 900 Betten werden gebraucht, es gibt nur 40. Mit Hilfe  von  Kollegen  aus den USA versuchen sie nun eine neue psychiatrische Versorgung zu installieren. Prof. Suzuki berichtete von SD Untersuchungen an 360 000 Kindern bis zum 18. Lj. in der gesamten Präfektur. 4 000 seien bisher im Krankenhaus untersucht, 36 000 in Schulen. Bei 35% habe man kleine Zysten und Knoten gefunden. Die seien aber unproblematisch und in 2 Jahren, wird den Eltern gesagt, werde man wieder schauen. Das sehen wir anders: Knoten und Zysten gehören in keine kindliche Schilddrüse!
Dagegen hat ein Gremium von Bürgern und Ärzten bei der Gesundheitsministerin protestiert  und  gefordert, dass mindestens  einmal im Jahr untersucht  wird  und  dass alle Befunde den Familien offen gelegt werden und dass nicht nur in der Präfektur Fukushima untersucht werden darf, sondern überall im Land. Der Geheimhaltung von Befunden, der Ablehnung von Untersuchungen, dem großen Misstrauen den Klinikärzten gegenüber begegneten wir während einer Vortragsreise in 5 Städten. J. Patterson, der designierte Präsident von PSR - physicians for social responsibility USA- und ich besuchten Basisgruppen, nahmen an Beratungsgesprächen von unabhängigen Ärzten mit besorgten Bürgern teil, lernten kämpferische Protestierer kennen, die eigene Messungen vornehmen, die "hot spots" identifizieren, soziale Projekte betreiben. Während J.P.  den  nuklearen Irrweg zum Thema hatte, redete ich über die Folgen von Tschernobyl in Deutschland und Belarus nach der Katastrophe und jetzt, 26 Jahre später. Auf die vielen Fragen hatten wir oft keine Antwort, im Gepäck die japanische Version von "Gesundheitliche Folgen von Tschernobyl", 25 Jahre nach der Reaktorkatastrophe, das einige bereits kannten. Alle kämpfen gegen die Inbetriebnahme der AKWs, und von Hiroaki Koide, einem bekannten Prof. aus Kyoto, erfuhren wir, dass Japan 20-30% Überkapazität an Strom besitzt. Fassungslos hat mich der Umgang mit dem verseuchten Tsunamimüll gemacht: 10% wird dem Hausmüll beigemischt, und in bisher unverstrahlten Präfekturen verbrannt. Damit wird das ganze Land verseucht. Prof. Koide sieht als einzige Lösung, dass das Gebiet um die Reaktoren als unbewohnbar und zur Deponie erklärt wird. Den Menschen wird dagegen vermittelt, sie könnten  dort wieder leben ...Die Entscheidung der örtlichen Gremien, Fukushimamüll anzunehmen, sei juristisch anfechtbar,  da  keine parlamentarischen Beschlüsse vorlägen. Andere Juristen  kümmern  sich um  die Belange der Opfer, die ihr Haus verloren haben, aber die Hypothekenzinsen weiter bezahlen sollen. Ich war auf die Zerrissenheit in der Gesellschaft nicht vorbereitet: Mutter und Kinder sind im Süden, der Vater arbeitet hunderte km entfernt; Diskriminierungen durch Lehrer und Mitschüler; in den Dörfern Spaltung durch Entschädigte und Nicht - Entschädigte, Zurückgekehrte und Fortgezogene. Meist sind es die Männer, die die verstrahlte Nahrung nicht fürchten, die Frauen sorgen sich; Misstrauen gegenüber jeder staatlichen  Behörde; wer die öffentliche Sprachregelung und   Verharmlosung  der Ärzte  und  Verwaltungen nicht  mitmacht, verliert seine Freunde "aber ich habe neue gefunden" hörten wir.
Kein Gesundheitssystem, keine Regierung ist  in der Lage, einen Super  GAU  zu handhaben. Wir haben nur eine Erde. Hören wir mit dem Wahnsinn auf!
Abschalten!

 
Tschernobyl Charta
Stellungnahmen & Dokumentationen
Freitag, den 12. Oktober 2012 um 12:12 Uhr

Burkhard HomeyerIn Solidarität mit den Menschen in den verstrahlten Gebieten von „Tschernobyl",

  • voll Sorge um Gesundheit und Leben der Kinder,
  • aus Verantwortung für eine menschenwürdige Zukunft,
  • verbunden vor allem über die Belarussische Gemeinnützige Stiftung „Den Kinder von Tschernobyl" mit der belarussischen Bürgerbewegung,
  • vernetzt über regionale und nationale Netzwerke weltweit im Internationalen Rat „Für die Zukunft der Kin- der von Tschernobyl"

leiten uns sieben gemeinsame Grundüberzeugungen:

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Frau Europas 2011: Prof. Dr. Irina Gruschewaja
Berichte & Reportagen
Mittwoch, den 14. Dezember 2011 um 12:05 Uhr

BAG Tschernobyl BlumeFür ihr langjähriges humanitäres Engagement infolge der Atomreaktor-Katastrophe von Tschernobyl und ihren Einsatz für die Entwicklung von Demokratie und Zivilgesellschaft in Belarus erhält die belarussische Bürgerrechtlerin Irina Gruschewaja die vom Netzwerk Europäische Bewegung Deutschland (EBD) vergebene Auszeichnung „Frau Europas 2011“.

Irina GruschewajaDie Germanistik-Professorin gründete 1989 gemeinsam mit ihrem Mann die Initiative „Den Kindern von Tschernobyl“, die Auslandsreisen für Kinder aus verstrahlten Gebieten organisiert. Mehr als eine halbe Million Tschernobyl-Kinder sind seitdem auf Erholungsreisen nach Westeuropa gekommen. Die erste Bürgerinitiative in Belarus hat sich von einem Hilfswerk zu einer Demokratieinitiative entwickelt, die sich dem Einfluss und den Organisationsstrukturen des Staates entzieht: Betroffene werden zu Engagierten, Opfer zu Akteuren und Helfer zu Partnern. In Deutschland hat Gruschewajas Engagement zur Gründung von hunderten zivilgesellschaftlicher Tschernobyl-Initiativen geführt, die sich in der Bundesarbeitsgemeinschaft „Den Kindern von Tschernobyl" organisiert haben.

Der „Preis Frauen Europas – Deutschland“ feiert dieses Jahr sein 20-jähriges Jubiläum: Seit 1991 verleiht das Netzwerk EBD die Auszeichnung an Frauen, die sich durch ihr ehrenamtliches gesellschaftliches Engagement für das Zusammenwachsen und die Festigung eines vereinten Europas einsetzen.

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Martin von Arndt: Oktoberplatz
Kultur
Samstag, den 25. Februar 2012 um 09:18 Uhr

Verlag Klöpfer & Meyer Tübingen

Das Buch spielt in Weißrussland. Es porträtiert einen jungen Kulturjournalisten, der in dem autokratischen System immer wieder auf sich selbst zurückgeworfen wird, und den die starren Strukturen zu Verrat, Betrügereien, schließlich sogar zu einem Mord treiben (siehe auch beigelegtes Informationsblatt).
Martin von Arndt hat den Schalk im Nacken. Ein sehr unterhaltsamer, ein sehr humorvoller Autor. 
Elke Heidenreich

Martin von Arndt: ein großes politisches Talent, ein Autor von Rang.
Die Zeit

Weiß der Teufel, dieser Martin von Arndt weis sich auszudrücken! Uns allen gratuliere ich zu diesem Wort Virtuosen!
Jürgen Lodemann, in seiner Laudatio zum Thaddäus-Troll Preis für Martin von Arndt

Ich habe für diese Polit-Parabel seit 2008 in Weißrussland recherchiert, Oppositionelle und Underground-Künstler getroffen, vor allem aber Alltagserfahrungen gesammelt über das Leben in dieser sogenannten letzten Diktatur Europas.
Des weiteren stehe ich natürlich auch gerne zu (Podiums-)Diskussionen, Gesprächen und Lesungen zur Verfügung.
Eine erste Podiumsdiskussion zum Thema: „Wo keine Freiheit ist, hat Kunst keine Heimat“ findet am 27. März 2012 um 19.30 Uhr im Ver.di-Haus, Paula-Thiede-Ufer 10, 10179 Berlin statt. Dort spreche ich mit Andrej Khadanovich (Präsident des P.E.N. Belarus), Mirko Schwanitz (Osteuropa-Journalist) und Thomas Weiler (Literaturübersetzer aus dem Weißrussischen) über den Protest westeuropäischer Schriftsteller und Künstler gegen die Unterdrückung der Kunstfreiheit in Weißrussland. Es handelt sich dabei um eine Veranstaltung des Verbands deutscher Schriftsteller (VS).

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www.prof-schuchardt.de
Die Stimmen der Kinder
von Tschernobyl
Erika Schuchardt/Lev Kopelev
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Private, nicht-kommerzielle Blog-Webseite über Atomenergie, Tschernobyl und Weißrussland (Früher und Heute). Informationen aus IPPNW Papieren und Übersetzungen aus Tschernobyl Literatur ins Englische. Fotos, Berichte und Kurzfilme.
Private and non-commercial Blog about atomic energy, Chernobyl and Belarus (past and present). Information from IPPNW papers and translations of German Chernobyl related information. Photos, reports and shortclips.
Pressemitteilungen

13.01.2012
Kinderkommission des Deutschen Bundestages begrüßt die Gründung des Deutschen Kinderschmerzzentrum
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